Thursday, January 19. 2012
Gedanken zu Wulf(f)smenschen
Da habe ich lange überlegt, ob man einen amtierenden Präsidenten mit einem Tier vergleichen darf. Doch, Wolfmenschen sind honorige Leute. Denken wir an Tarzan (jaaa, der mit dem Affen und der blonden Jane ...) oder an Romulus und Remus - als Begründer Roms zwar von unbekannten, aber wohl nicht schlechten Eltern. Den letzten Ausschlag gab jedoch die große und weite Welt der Märchen, in denen Meister Isegrim seine Unwesen in unterschiedlichster Form treibt - ob als böser oder als listiger Wolf, der stets seinem Bauchgefühl gehorcht ..... aaaaaaaaaaaahhhh, da scheint doch die Gemeinsamkeit zu liegen! Höre auf deinen Bauch, handele danach und beklag dich nicht, wo du dann landest!
Stellen wir uns also Meister Isegrim in einem Fernsehinterview vor. Unangenehme Fragen wie etwa: wer hat besser geschmeckt: die Großmutter oder das Rotkäppchen? - ja, sie stellen unseren 4beinigen Freund nicht so vor das große Problem wie die Frage: war denn dein Rachen und dein Schlund wirklich soooo groß, dass du sie mit einem Happs runterschlingen konntest?
Och nein, würde er wahrscheinlich antworten, ich habe zu meinem eigenen Vergnügen so große Bedürfnisse, dass ich mit entsprechendem Training noch viel mehr mit einem Happs runter bekommen könnte. Und keiner von euch würde es merken, wären da nicht die gierigen Jäger, die mir den Bauch aufschneiden und in mir und meinem Leben rumwühlen würden! Neben Rotkäppchen und der Großmutter haben sie denn ja so manchen Kuchen und so manche Praline und auch so manchen Wein gefunden. Aber damit sie mit dem blödsinnigen Aufschneiden aufhören, werde ich mal alles aufschreiben und die Zettel an jeden Baum im Wald nageln, damit jeder es lesen kann!
So weit, so schlecht! Denn: hätte unser Wulf(s)mensch es aufgeschreiben im modernen Wald inet, vielleicht wäre dann Ruhe? Die Antworten im Interview nach dem Dem-Bauch-gehorchend-Motto haben es eigentlich verlangt. Aber so wird weiter geschnitten und lächerliche Upgrades auf Flüge und Hotelzimmer erlangen einen Stellenwert, der ihnen in keinster Weise gebührt. Auch so manch andere List wäre weniger schlimm gewesen, wäre sie geschickter verkauft worden. Doch so haben wir das alte Wort vom Wasser statt Wein predigen - und vom selber Champagner trinken!
Meister Isegrim hatte gelernt und sich öffnen lassen, Großmutter und Rotkäppchen der Welt geschenkt, sich selber mit Backsteinen begnügt und war davon geschlichen aus dem Wald. Ob auch unser Wulf(f)smensch lernt und der Welt - oder zumindest doch unserem Land - schenkt, dass Märchen immer ein gutes Ende nehmen müssen und er sich mit nicht zu knapper Pension statt bröckliger Backsteine davon schleicht - vielleicht in eine kleine Wirtschaftsposition mit großem Geld? Vielleicht ist ja im Bunga-Bunga-Land noch Platz - da hat ein menschlicher Isegrim doch schon ganz andere Sachen überlebt ...
Ansonsten? Ah ja:
Schlecht weht der Wind, der keinen Vorteil bringt. (Shakespear)
Monday, August 8. 2011
Fluglotsen ...
... zur Urlaubszeit - ist das nicht nahezu jedes Jahr das Gleiche? Zufall soll es sein, dass der bisherige 7monatige Tarifvertrag gerade jetzt Anlass zum Streik gibt. Mag ja sein, aber mir kommen diese Zufälle etwas zu oft vor - sofern mich mein Erinnerungsvermögen nicht täuscht. So langsam kommt bei mir der Gedanke hoch, ob nicht die Sicherung des Luftraumes eine hoheitliche Aufgabe des Staates sein sollte oder sogar ist. Zwar bin ich keine Freundin des deutschen Beamtentums, aber irgendwie muss doch mal Ruhe in die Luft gebracht werden. Auf dem Rücken zigtausender Menschen, die sich oft mühsam ihren Urlaub in der Ferne zusammengespart haben, wird hier wieder um Vergünstigen für einen verschwindend kleinen Bevölkerungsanteil gerungen. Nicht, dass ich nicht jedem das zugestehen will, was jedem zusteht. Aber die Fluglotsen gehören nun nicht gerade zu der Gruppe der Mindestlohnempfänger ... und die Rahmenbedingungen gehören auch nicht zum Manifest des modernen Sklaventums!
Wann endlich beginnt eine Zeit des Umdenkes? Wann endlich hört dieses materialistische Immermehrhabenwollen auf? Irgendwer muss doch mal den Anfang machen in dieser Zeit, in der Staaten am finanziellen Abgrund stehen, die Existenzängste bei Normalbürgern immer größer werden. Die Politiker rennen der Wirtschaft, den Finanzentwicklungen hinterher, haben wahrscheinlich die Ahnung, dass sie machtlos sind, geben es aber ganz sicher nicht zu. Dabei sollten doch sie die Grenzen stecken, innerhalb derer sich auch die Wirtschaft zu bewegen hat. Alles aus dem Ruder ...
Schuldenabbau, damit unsere Kinder sie nicht zahlen müssen? Das ist sehr gut! Aber wichtiger erscheint mir, wieder Werte aufzubauen, für die es sich zu leben lohnt. Unseren Kindern vorleben, dass eine Gemeinschaft - und nichts anderes ist eine Nation - nur funktionieren kann, wenn ALLE Hand in Hand zum Wohl des Landes und eben dieser Gemeinschaft denken und handeln. Als Kleinigkeit gehört für mich auch dazu, dass ich mit meinen Problemen nicht das Leben meines Nachbarn behindere!
Sunday, June 6. 2010
Ich bilde ...
... mir ein, mit Niedersachsen geht es seit einiger Zeit aufwärts. Das platte Bundesland, in dem ich meine Wurzeln habe, erscheint mir nicht mehr ganz so platt und so nichtssagend. Über alles und jedes dort wehte dank der weiten Ebene der Wind des Vergessens und die beiden roten Ministerpräsidenten konnten in der bundesweiten Natur sprichwörtliche Berge erklimmen. Spätestens seit der Expo 2000 mausert sich die behäbige Landeshauptstadt Hannover zu einer Stadt, die tatsächlich mal eine große Landeshauptstadt werden könnte - kurz, eine Stadt, in der es sich leben lässt. Darum sollte aus meiner bescheidenen Sicht auch der Christian dieses Leben dort auskosten - bis zu einem späteren Umzug nach Berlin, der Politkarriere zuliebe.
Die frei werdende Komfortwohnung in unserer Bundeshauptstadt sollte er einem anderen überlassen, der wie ein Kaninchen aus dem rotgrünen Zylinder gezaubert wurde. Was spricht dagegen, dass er mit jungenhaftem Lächeln unbeholfen vor die Kamera tritt: ich bin zu jung; ich sehe meine Zukunft nicht bereits in noch nicht mal 10 Jahren als beendet an; ich möchte antreten, um noch einiges aktiv für unser Land zu leisten; ich werde Niedersachsen zum Gegenpol zu den stets querulanten Bayern machen ... ich mache Platz für einen Mann der ersten Stunde unseres Landes, der wie kaum ein anderer aufrecht und stets sich selbst treu für die Belange erst des einen Teils unserer Bevölkerung, seit der Stunde Null jedoch für die gesamte Bevölkerung gekämpft hat!
Ihm zur Seite müsste Frau Angela stehen - mit einem riesigen blauen Fleck auf der Stirn. Ja, woher denn der blaue Fleck stamme. Ganz sicher käme diese Frage von einem vorwitzigen Journalisten. Und sie könnte ehrlich sagen: ich habe die ganze Nacht mit dem Kopf die Wand geschlagen - weil mir der gute Jochen nicht aus dem Hütchen gesprungen ist ... aber ich bin froh, dass uns hier die Opposition einen gut gangbaren Weg bereitet hat, den wir gemeinsam zum Wohle unseres Landes beschreiten können!
Dazu würde persönliche und politische Größe gehören! Haben die Angela und der Chrisitan die? Hmmmmmmm .... dabei fällt mir ein, dass ich gestern einen Spruch gelesen habe, der mir mal wieder ausnehmend gut gefällt:
Ich habe meine Gelassenheit und meine Zuversicht von den Stühlen gelernt - sie müssen auch mit jedem Ar..h zurecht kommen!
Monday, September 14. 2009
Auch vor einem Jahr ...
... ging es um Politik. Gestern auch - frau konnte diesem gewaltigen Duell zwischen Kanzlerin und Willkanzlerwerden gar nicht entfleuchen. So kam es wie es kommen musste: wer redet, hat recht. Mit 4 Ausnahmen!
Warum konnte man die beiden Akteure nicht einfach reden lassen, sondern machte ein Frage- und Antwortspiel daraus? Das war kein Duell zwischen den beiden Politmenschen, sondern eine Vorführung vor einem Quasi-Gericht, bestehend aus 4 sich sehr gern selbst darstellenden Journalisten, denen ihre Arroganz von wegen 'hach, die führen wir jetzt vor' förmlich aus dem Gesicht sprang.
Unter einem Rededuell hätte ich mir gewünscht, dass die beiden Kontrahenten miteinander diskutieren hätten. Vielleicht noch ein sehr schweigsamer Moderator dazwischen für den Fall, dass es heftig geworden wäre ...
So wurden Fragen abgearbeitet zu allseits bekannten Themen, die ebenso allseits bekannten Antworten kamen ja dann auch brav. Aber es war gut so im reglementierten deutschen Fernsehen, dass ja auch aus Sorge um Einschaltquoten die Veranstaltung auf 5 Programmen zeigte. Wo kämen wir denn hin, wenn der normale Bürger mal ungeschminkte Wahrheiten, vielleicht aus einer Emotion heraus etwas unbedacht gesagt, gehört hätten?
Chance vertan - Politker farblos, Journalisten grell ...
Sunday, January 18. 2009
Hessen hat gewählt!
Wirklich? Kann es denn wirklich sein, dass sich nahezu oder sogar mehr als 70 Prozent der wahlberechtigten Bürger verweigern und mit ihrem Popo auf dem Sofa im warmen Zimmer bleiben und so tun als ginge sie das alles nichts an? Da gäbe es ja im Vorfeld die Möglichkeit, sich für die Briefwahl zu entscheiden. Aber auch das ist zuviel Aufwand für so manchen Wahlberechtigten ... Natürlich! Ist ja auch viel bequemer, hinterher nur zu schimpfen und sich die Händchen zu reiben 'ich bin es ja nicht schuld, ich hab meine Kreuzchen für mich behalten ...'
Edit: Wahlbeteiligung insgesamt 61,1 % am Abend - Rekordtief ... zwar mehr als ca. 30 Prozent, aber immer noch so wenig, dass es nichts an meiner Meinung ändert. Nur die Prozentzahlen darf sich jeder Leser selber verschieben ...
Dummes Denken von dummen Leuten könnte ich da fix schreiben, wenn es nicht bedeuten würde, dass ich ja dann rund 70 Prozent der (hier) hessischen Landsleute für dumm halten würde ... Und ganz sicher lässt sich dieses Wahlverhalten auch auf die restlichen Bundesländer in etwa übertragen, was dann bedeuten würde: deutsches Volk - dummes Volk ...
In unserer Demokratie haben wir Bürger eine einzige Möglichkeit, in das politische Geschehen einzugreifen. Durch unsere Wahl ... Warum nutzen so wenige diese nur alle paar Jahre wiederkehrende Möglichkeit? Ich verstehe das wirklich nicht. Politikverdrossenheit - ein gern in diesem Zusammenhang gebrauchtes Kunstwort. Aber seinen ganzen Frust könnte man doch auch durch das Ungültigmachen des Stimmzettels ausdrücken. Einfach mal quer drüber schreiben 'keinen von diesen Hanseln' oder 'Ihr seid alle gleich mies' oder so oder so ähnlich. Oder alle ankreuzen. Auf jeden Fall fände ich mal ein Wahlergebnis mit nahezu 100 Prozent Wahlbeteiligung und dem fiktiven Ergebnis '10 % CDU; 10 % SPD; 6 % FDP; 5 % Grüne; 3 % PDS; 66 % ungültige Stimmen' richtig gut ...
Ob es was bewirken würde, weiß ich natürlich nicht. Aber mündige Bürger hätten gezeigt, dass sie sich sehr wohl um dieses Land sorgen und alle Selbstdarsteller leid sind! Und sicher würde der und die Eine oder Andere darüber nachdenken, dass diese Wähler nicht nur dazu da sind, ihre persönlichen Eitelkeiten und ihre Machtgelüste zu stützen ...
Die Demokratie ist so ein hohes Gut und so viele Menschen behandeln sie wie einen Wegwerfartikel. Und gewählte Regierungen sollten vom stimmberechtigten Volk gemeinsam getragen werden, denn sie sind keine vom Schicksal gesandten Dämonen. Die Verweigerung eines sonntäglichen Spaziergangs mit dem kurzen Stopp in der Wahlkabine ist ein Schritt in die Richtung Selbstaufgabe und Selbstverantwortungslosigkeit ... Es gibt dieses Jahr noch viele Wahlen - denken wir doch um und beginnen endlich, uns um uns selbst zu kümmern, uns selbst zu mögen - und unser Land!
Die Demokratie ist die politische Organisation der Gesellschaft auf der ethischen Grundlage der Humanität… Die Demokratie ist nicht nur eine Staatsform, nicht nur das, was in den Verfassungen geschrieben steht; die Demokratie ist Lebensanschauung, sie beruht auf dem Vertrauen in die Menschen, in Menschlichkeit und Menschentraum. Und es gibt kein Vertrauen ohne Liebe, keine Liebe ohne Vertrauen. |
Thomas Garrigue Masaryk; Gründer und 1. Staatspräsident der CSSR |



Kommentare
Thu, 02.02.2012 17:48
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Sun, 15.01.2012 06:22
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