Wednesday, December 31. 2008
Herzlich Willkommen 2009 !
Du wirst heute schon beschrieben als schwieriges Jahr ... warum? Wie alle Jahre birgst Du für uns Menschen Hoffnungen - auf die Erfüllung mannigfaltiger Träume, auf Besserung verschiedenster Situationen, ach, auf so vieles. Und jeder Mensch hat seine ureigensten Erwartungen, Wünsche, Träume und Hoffnungen. Und wird sie dir in deinen ersten Minuten gleich anvertrauen ...
Sei ein Jahr für uns alle, das uns Frieden bringt - und Rückbesinnung auf ehrliche Werte wie Familie, Freundschaft und eben die inneren Werte. Dazu Gesundheit und Zuversicht ...
Die Industrieländer dieser Welt haben sich ausgelebt bis an ihre Grenzen und sind nun äußerst verwundert, dass es überhaupt diese Grenzen für sie gibt. Bringe du sie und uns alle auf ein Normalmaß zurück. Auf einen Weg, auf dem jeder für sich entdecken möge, wie schön unsere Welt ist. Und wie reich ... auch ohne Auto, ohne Villa und sonst was. Einfach nur so! Ich glaube, wenn du das schaffst, dann wirst du ein sehr gutes Jahr! Und genau das wünsche ich mir von dir!
Willkommen 2009 !
Die letzten Tage des Jahres ...
... waren nicht gut. Oder doch. Denn auch hier gibt es zwei Seiten ... wie fast immer! Meine Schwester und ich mußten die Entscheidung für meinen Onkel treffen und wir haben lange gesprochen und uns an unsere letzten Gespräche mit ihm erinnert - wie er mit offenen Augen der riskanten OP zugestimmt hatte, weil er wieder ein möglichst normales Leben und nicht auf andauernde Hilfe angewiesen sein wollte. Und es war schwer, dann zu sagen: ja, die lebenserhaltenen Maschinen sollten nach und nach ausgestellt werden, die Morphium-Therapie sollte alles andere ersetzen ... Und bitte rechtzeitig Bescheid sagen, er sollte nicht allein sein - es wurde uns zugesagt und eine wohl letzte ruhige Nacht gewünscht gestern Abend, denn so ab heute Mittag müssten wir dann mit dem Anruf rechnen. Der Anruf kam gut 2 Stunden später - und trotz der doch kurzen Zeitspanne von 15 Minuten kamen wir zu spät.
Eine unendliche Traurigkeit war da, ist da um einen Mann, der es in seinem Leben all seinen Lieben immer recht machen wollte und oft gescheitert war, der immer wieder neu anfing und nie seinen Humor verlor, egal, was passierte; der sich in der kurzen Zeit im Seniorenheim viele gute Bekanntschaften durch seine Art geschaffen hatte und der mein kleiner Onkel war, dieser Mann ist nicht mehr. Er durfte gehen.
Und zu der Traurigkeit ist die Wut gekommen und sie wird stärker. Weil da auch noch ein Sohn ist, der nun herum lamentiert, dass sein Vater nicht mehr da ist und dass er sich nicht verabschieden konnte ... Im Juni war er bei seinem Vater, weil wir ihn gezwungen hatten, endlich mal zu kommen. Seit Anfang Dezember haben wir immer wieder gefordert, er möge seinen Vater besuchen - wir wurden abgebürstet und er kam nicht. Stattdessen heute eine SMS und Anrufe im Krankenhaus, im Seniorenheim, bei etlichen Bestattern hier in diesem rheinischen Städtchen ... ich habe geantwortet. Dass mein Onkel ein wunderbarer Mann war. Und dass mein Cousin einen aufopferungsvollen Vater hatte - ohne zuletzt Sohn gewesen zu sein. Ich konnte nicht anders!
Aber es schafft sich auch Dankbarkeit Raum - dass es letztlich doch schnell ging. Und weil ich fest daran glaube, dass er auch weiter bei uns ist, weil er in unseren Herzen ist. Und weil er mein kleiner Onkel war und gaaaaanz viel früher mit den 12 Jahren Altersunterschied immer derjenige war, der auf mich aufpassen mußte, wenn die Erwachsenen etwas unternahmen und er hat das gut gemacht - ich hoffe, ich konnte nun auch auf ihn aufpassen und habe es auch gut gemacht ... sein Weg hier in unser Welt war zu Ende und wir haben ihn letztlich gern gehen lassen, weil er sich darauf verlassen hatte, dass am Ende der Regenbogenbrücke er erwartet werden würde. Ein schöner Gedanke, ihn nun frei von allen Lasten mit seinem treuen Jackie dort zu wissen!
Saturday, December 27. 2008
vorbeigerauschter Dezember ...
... und die Weihnachtsfeiertage waren so, wie sie nicht sein sollten - Kind hatte was gegessen, was wohl nicht mehr einwandfrei war und für einen zwingenden Couchtag mit freiem Weg zu den gekachelten Räumlichkeiten gesorgt hatte. Dazu ein nächtlicher Sturz meiner Mutter - zum Glück ohne großen Folgen. Und dann eben der Onkel, dem es nach gelungener OP so gut ging und wo es dann zum Fest eine rapide Verschlechterung gab, so dass er ins künstliche Koma gelegt werden mußte ...
Aber es gab auch ein Geschenk der besonderen Art - Hoffnung. Und zwar Hoffnung auf etwas ganz Seltenes in diesen Tagen in meinem Alter: eine sogenannte Qualifizierungsmaßnahme der Agentur für Arbeit für 3 Monate ... Und das Vorstellungsgespräch dort war so, dass es nicht die übliche Viertelstunde dauerte, sondern irgendwie so um die 2 Stunden und dass damit endete, dass man sich durchaus vorstellen könne, dass ich für eine dort offene Stelle geeignet wäre ...
Ich will das jetzt nicht vertiefen oder zerschreiben - aber allein die Hoffnung, der langersehnte Silberstreif! Gibt es ein größeres Geschenk gerade zu diesem doch eigentlich besinnlichen Fest als eben die Hoffnung?
Egal, vor welchem Hintergrund der eigene Glaube die Tage um den 24. Dezember zu besonderen Tagen werden lässt, immer ist die Hoffnung mit ihnen verbunden. Noch nie habe ich das so deutlich gespürt. Und noch nie habe ich erlebt, wie so ein Fünkchen Hoffnung die Welt so ganz anders aussehen lässt! So wünsche ich jedem hier eben dieses Gefühl, dieses besondere Erlebnis - und uns allen, dass trotz aller Meldungen über wirtschaftliche Schieflagen, Krisenherde in so vielen Nationen und über noch so schreckliche Ereignisse uns die Hoffnung nie verlässt!
Monday, December 8. 2008
Deutsche Sprache ...
... soll in Deutschland gesprochen werden. Habe ich in meinen Tagen auf der Couch vor dem Fernseher gehört ... Ja, wird sie das denn nicht? Ganz ehrlich: ich habe immer gedacht, dass irgendwo steht: in der Bundesrepublik Deutschland ist die Amtssprache deutsch. Wahrscheinlich, weil ich das für eine Selbstverständlichkeit halte.
Ganz sicher muss und darf es nicht soweit gehen wie in Frankreich, wo es offiziell keine notebooks u. ä. geben darf und alles mit französischen Worten zu bezeichnen ist. Da setzt eine globalisierte Welt mit vernetzten Bewohnern wohl doch besser auf eine Sprache - und das ist nun aus irgendeinem schlauen Grund englisch. Aber das beinhaltet ja nicht, dass ich mich mit Freunde meete und die Kids cool chillen ...
Im ersten Moment habe ich gedacht: haben die eigentlich keine anderen Probleme als dieses Thema auf ihrem Parteitag in die Höhe zu heben? Aber ich lag ja nun da und hatte Zeit. Und je mehr mir diese Frage durch den Kopf ging, umso unmöglicher erschien mir, dass nirgends festgeschrieben steht, dass in Deutschland deutsch gesprochen wird. Zumindest offiziell ...
Was verbindet uns eigentlich mit unserem Land, wenn nicht zumindest die Sprache? Die Kultur? Auch die basiert auf Sprache ... und nicht auf Weltwirtschaftskrise, Pendlerpauschale und möglichen Wahlbetrügern und anderen heißen Themen mehr, die uns in diesen Tagen beschäftigen.
Sicherlich ist die Forderung berechtigt, an deutschen Schulen mehr Türkisch-Unterricht anzubieten. Genau wie man sich bemühen sollte, russisch und chinesisch und all die anderen Sprachen der neuen Wirtschaftsnationen ins Angebot aufzunehmen, damit unsere Kinder eine gute Basis für ihre späteren beruflichen Laufbahnen erhalten. An der Internationalität wird keiner mehr vorbei kommen. Aber kann man eben diese Internationalität nicht nur auf der Basis einer gesunden Nationalität leben?
Sunday, December 7. 2008
Hartnäckig ...
... ist dieses Mal die Erkältung. Ohne Ende! Das habe ich noch nie gehabt - denke ich: so, noch einen Tag, dann ist es überstanden, so habe ich bisher stets falsch gedacht. Denn es begann wieder von vorne und die Nase läuft und läuft und die Rippen tun vom Husten schon weh und überhaupt ist das Mist! Meiner Mutter geht es ähnlich und auch meine Anni ist noch weit davon entfernt, erkältungsfrei zu sein. Sie hat sogar das Näschen so voll, dass sie nun freiwillig eine Mütze auf den Kopf setzt und als absolute Sensation: sie zieht Handschuhe an ... Dankbarkeit steigt im Mutterherz auf!
Auf jeden Fall lässt sich so keine Adventsstimmung zaubern. Weihnachten erscheint mir noch sooooo fern. Aber da ich ja Realistin bin, wird es nächste Woche angepackt: am Donnerstag geht es mit Anni abends zum Aachener Weihnachtsmarkt. Und nächstes Wochenende holen wir nach, was wir schon letztes Jahr machen wollten: einmal im Winter ins Phantasialand ... Am wichtigsten erscheint mir, dieser dummen Erkältung zu sagen: he, nun langt es; ich mach wieder Pläne und zieh das durch. Und wenn du dann noch an mir klebst, dann mußt du eben mit ...
Und jetzt zieh ich erst mal durch die Blogs, die ich nun schon so lange vermisse, mich jedoch nicht aufraffen konnte. Und dann noch ein der zwei emails - ja, so wird es jetzt gemacht!



Kommentare
Thu, 03.05.2012 17:07
Liebe Ulrike! Endlich seit [...]
Wed, 02.05.2012 20:55
Danke lieber Wolfgang - es hat [...]
Mon, 30.04.2012 14:27
Ich denke heute ganz doll an [...]