Wednesday, October 31. 2007
Halloween ...
... wird heute wieder hier und da gefeiert. Mich gruselt's ...
Seit vor einigen Jahren - ich kann mich da gar nicht genau erinnern - dieses unsägliche Fest (Entschuldigung, ich hab grad einen Hustenanfall ...) zu uns ins Land geschwappt wurde von einer großen Welle des großen Teiches aus dem großen Land mit den großen Ansprüchen, haben die Kürbisse endlich die Beachtung gefunden, die sie verdienen!
Einst ein gelbes kugelförmiges Gebilde, das so nebenbei auf dem Misthaufen gedeihte, wird er nun gehegt und gepflegt. Unterschiedlichste Arten und Formen können wir bestauen und bekommen schon graue Haare, wenn wir denn nun mal überlegen, welches der Prachtstücke wir nun zum leckeren Süppchen verarbeiten oder zur Torte oder einfach nur in Essig einlegen wollen. Denn eins ist ganz klar, die kleinsten kommen als Dekoration zwischen die Blumen und die größten einfach vor das Haus ...
Ob sich das die Ur-Kürbisse mal haben träumen lassen, dass sie Kult werden? Das stell man sich mal vor: da wächst so ein kleiner Kürbis ganz unschuldig heran und träumt davon, ein großer Halloween-Kürbis zu werden. So ein ganz toller, der ausgehöhlt wird und dann eine Kerze in seinen Bauch gestellt bekommt, nachdem er ein gar schreckliches Gesicht verpasst bekommen hat. Und dann - nix ist ... er wird zwar groß und stark und dann kommt da jemand, klaut sich die Kerne, weil die ja so gesund sind (besonders für Männers) und schnippelt ihn klein und steckt ihn in den Topf! Traurig, nicht wahr? Aber wir schlauen Menschen wissen ja, dass das eh so eine Sache ist mit dem Träumen ...
Wobei ich schon wieder bei diesem Festtag bin ... und dass es heute mit dem Träumen so eine Sache sein kann. Denn nach dem alten Glauben ist heute die Grenze zur Anderswelt besonders durchlässig. Die große Göttin übergibt die Herrschaft an den gehörnten Gott - die dunkle Jahreszeit beginnt. Und weil man da seine Ruhe haben wollte, höhlte man Rüben aus, stellte ein Kerzchen in ihren Bauch und das alles dann ins Windloch -auf dass die Wesen der Anderswelt sich nicht ins Licht trauten. Und das haben die Iren auch gemacht nach ihrer Auswanderung in eben jenes große Land jenseits des großen Wassers ... Wahrscheinlich wuchsen dann da nicht genug Rüben, in die man Lichtlein stellen konnte, um sich vor dem vermeintlich Bösen zu schützen - und der Kürbis trat seinen Siegeszug an. Und weil es von dem auch wohl nicht genug gibt, hat sich die edle Industrie dieses Mangels angenommen und produziert nun lauter Kürbisse aus Steingut und Co. .... und wir können das ganz einfach kaufen und Lichter rein stellen. Ohne die blöde Putzerei von Rübe und Kürbis!
Und so ganz nebenbei verdienen sich dann einige Leutchen ihr goldenes Näschen - wie schön!
Ich feiere heute Samhain, das Fest der alten Kelten ...
Tuesday, October 23. 2007
Ruhig ...
war es hier - weil ich unruhig war ... und es eigentlich noch bin. Gründe dafür kann ich nicht nennen. Weil ich sie nicht kenne. Nur - es liegt was in der Luft. Was? Ich weiß es nicht!
Und ich bin am Nachmittag nun am Bildschirm gefesselt - an dem, den ich ansonsten meide wie die Pest. Aber "Sturm der Liebe" ist momentan Pflicht - hat da doch irgendjemand nun Morbus Wilson ... Obwohl ich bereits nach zwei Folgen weiß, wie hirnrissig es ist, sich das anzutun! Und letztendlich wird sich nur das heraus stellen für mich, was ich jetzt schon weiß: für eine reißerische Idee wird etwas genommen, wovon kaum Jemand Ahnung hat ... Denn da kann man so fein die Fantasie laufen lassen und realitätsfern etwas schreiben und spielen. Es wäre z. B. so schön, wenn sich bei Ausbruch dieser Erbkrankheit der Betroffene wirklich vor Schmerzen krümmen würde - dann hätten die Ärzte wenigstens einen Anhaltspunkt! Aber so ist es ja nicht - da ist ja nur die Schlappheit, das Zittern der Hände, die Aussetzer in der Konzentration. Und so bekommen eben etliche der Betroffenen die Diagnose: psychosomatische Störung = eingebildete Krankheit ... Und dann sterben sie, weil nach dem Ausbruch nur wenig Zeit bleibt, die wirkungsvolle Therapie der Kupferausleitung zu beginnen ...
In jedem Fall hat diese Sendung doch zumindest bewirkt, dass alles wieder hoch kommt. Aber auch verarbeitet werden kann. Und dafür bin ich dankbar. Und merke, dass ich eigentlich über Wochen und Monate nur funktioniert habe, weil ich musste. Ohne die traumatischen Erlebnisse, das eigene Kind verlieren zu müssen, zu verarbeiten ... Die Dankbarkeit wird immer größer, dass engagierte Ärzte nicht geruht haben. Und noch rechtzeitig helfen konnten!!!
Aber auch die Erkenntnis, dass hier wieder mal die Zuschauer für dumm verkauft werden, hilft! Noch kritischer zu werden, noch mehr zu hinterfragen, noch mehr, selber zu denken und sich breit zu informieren ... nicht nur, was Krankheiten betrifft. Sondern einfach alles, was uns da so serviert wird!
Thursday, October 11. 2007
Verschärfen ...
... tut not. Zum Beispiel bei der Gulaschsuppe, die es heute geben wird. Zur Zeit noch zu lasch, aber sie muss erst noch etwas einköcheln. Und ich muss noch überlegen, was noch an Zutaten rein kommt, weil ja nicht jeder das essen mag, was frau so gern hat ... Aber ich könnte natürlich auch rein tun, was ich möchte und steck da eben Zettelchen rein oder ran wie zum Beispiel für meine Mutter an die Paprikastückchen: Achtung, bekommt dir nicht - oder ähnlich! Oder für meine Tochter: Achtung, Zwiebel, magst du nicht - oder ähnlich!
Dann würde ich nämlich endlich mal konform mit unserer Regierung handeln, die doch tatsächlich den Jugendschutz verschärfen will, in dem sie zum Beispiel auf die entsprechend im Verdacht stehenden Videospiele Texte anbringen lassen will nach dem Motto: Achtung, ist nicht gut für dich ... Ja, wen wird denn bitte das stören???
Ich hasse diese Oberflächenpolitur! Grundübel sind hier für mich wirklich die Eltern. Aber ich weiß, dass ich da nicht von mir ausgehen darf. Erlebte ich doch vor Jahren mein Mädchen fassungslos und vollkommen aufgeregt, weil sie bei einer Schulfreundin in der 2. Grundschulklasse mit deren Vater ein Videospiel machen sollte, in dem die Teletubbies erschossen werden mussten (ich will jetzt hier nicht diskutieren, dass das das Sinnvollste gewesen wäre für die seltsam-dummen Figuren ...). Aber diese Figuren waren damals bei den 7jährigen beliebt und so blieb mir nur der Anruf bei diesem für mich sehr rohen Vater, dass meine Tochter grundsätzlich noch keine Videospiele machen dürfe. Und welche mit Schießen erst recht nicht ...
Werden nun mehr Eltern ihren Kindern Kampfspiele verbieten, weil es größer auf der Verpackung stehen wird??? Werden mehr Geschäftsleute aus dem gleichen Grund ihre Kassen dicht machen und sagen: das verkaufe ich dir nicht??? Augenwischerei - und zwar von der reinsten und klarsten Sorte!
Wann wird denn wirklich mal was für unsere Jugendlichen getan? Wirkliche Freizeitheime, die auch geöffnet haben, wenn sie sich treffen wollen. Also, nach den Schularbeiten, nach der Arbeit ... Die hier im Ort schließen dann. Mit der Begründung der privaten Betreiber, dass sie ja kein Bier verkaufen dürften und dann nichts mehr verdienen. Das Argument kann ich verstehen. Meine aber, dass der Betreffende dann lieber eine Kneipe aufmachen sollte und das Jugendheim in die Trägerschaft der Stadt oder sonst irgendeine Instutition übergeben sollte. Denn nicht nur die städtischen Mitarbeiter haben Anspruch auf subventionierte Getränke ...
Aber natürlich ändert das nichts am Desinteresse so mancher Eltern am Treiben ihrer Kinder. Und solange es nicht gelingt, hier Verantwortungsbewußtsein zu wecken und ggfs. den Eltern auch den Rücken zu stärken (und wenn es die Erlaubnis zum Klapps auf den Po ist ...), solange können sich Politik und Wirtschaft alle Aufkleber der Welt verkneifen ...
Wednesday, October 10. 2007
... und kein Ende ...
... nimmt das Sendungsbewußtsein der Dame Herrmann! Ähnlich einem trotzigen Kind verteidigt sie ihre Äußerungen, von denen immer noch zu ihren Gunsten angenommen werden soll, dass sie mißverständlich und nicht tatsächlich so gedacht waren
Ich habe mir gestern die Talk-Show tatsächlich angetan. Und angesichts des anwesenden Historikers hatte ich denn sogar an manchen Stellen Mitleid. Denn - mal ganz ehrlich -: ist Gleichschaltung nun wirklich nur ein Wort aus gar nicht so fernen Tagen? Ich meine, da müßte ja jeder, der Geräte gleichschaltet, sich mal ein anderes Wort einfallen lassen! Und wenn ich an den Parteiendisziplin unserer Damen und Herren Volksvertreter denke, dann kommt mir auch dieses Wort in den Sinn, ohne dass ich mich da in der rechten Ecke wiederfinden möchte!
Das eigentlich Peinliche an der Dame finde ich eigentlich, dass sie oft geklaute Ideen als die ihren ausgibt und verteidigt. Und weil z. B. der Hausfrauenbund nichts erreicht hat, vertritt sie nun zumindest eine von deren seit Jahren bestehenden Forderungen ... Tja, ob sie da wirklich so gut beraten ist? Und ihre Co-Autorin auch? Und Wortgewandheit langt dann da nicht ... wie immer im Leben sollten auch hier die Worte Sinn ergeben. Aber aufs Wort glaube ich ihr, dass sie viele zustimmende Zuschriften erhält. Eine mögliche Verfasserin hat mit mir gestern die Sendung gesehen, voller Mitleid mit der Dame und mit absoluter Verklärung vergangener Zeiten, weil da wirklich was für die Jugend getan wurde und für die Arbeitslosen ... Jene Jahrgänge, die zwar die Schrecken des Krieges erlebt haben, aber selbst noch zu jung waren, um das Wie und Warum zu begreifen und die sich dann nie wirklich mit der erlebten Zeit auseinander gesetzt haben, weil es ja eigentlich eine Zeit war, über die keiner sprach ...
Persönlich meine ich wirklich, dass sich Madame nun doch endlich mal ihr erstes Buch ernsthaft zu Gemüte führen und danach leben sollte. Da könnte sie auch ihr Sendungsbewußtsein voll ausschöpfen und z. B. als Elternsprecherin Gutes für ihr Kind und dessen Schulkameraden bewirken. Aber das bringt kein Geld und kein Scheinwerferlicht - aber uns würde es Ruhe bringen und Platz für Gäste im Fernsehen, die wirklich etwas zu sagen haben.
Monday, October 8. 2007
Weg damit ...
Illusorisch zwar, aber eine kleine mentale Übung, die Raum schafft und manchmal sogar Klarheit, verbinde ich mit dem morgendlichen Duschen. Ganz fest stelle ich mir vor, wie mit dem Wasser alle Sorgen, alle Probleme von mir und an mir herunter laufen, ihren Weg nehmen durch den Abfluss und dann im großen Nichts entschwinden ...
Es ist quasi der gleiche Gedankengang, der auch so wunderbar in der Natur gelingen kann: die Sorgen den Bäumen und speziell ihren Blättern anvertrauen, die der Wind gerade jetzt im Herbst mit sich trägt - bis sie irgendwo zu Boden gehen und auch dahin gehen ins große Nichts ...
Natürlich ist klar, dass sich nichts ins Nichts auflöst, nur Kraft meiner Gedanken. Aber es hilft! Eben Dinge klarer zu sehen ... Und es ist ein gutes Gefühl, nicht nur äußerlich sauber aus der Dusche zu kommen!
Wie oft höre ich: ich will nur noch fix duschen ... Nein, das geht bei mir nicht. Genau wie ein Bad ist es schon fast ein Ritual, was ich da eigentlich auch genieße! Und heute schoss es mir mal wieder durch den Kopf, wie gut wir es doch wirklich haben! Ganz selbstverständlich ist Wasser da - sogar heißes! Und auch dafür sollte man dankbar sein und sich darüber freuen! Und damit ist die erste Freude am Tag da und könnte sogar für ein erstes Lächeln sorgen. Und eben mit diesem Lächeln lässt sich der Tag dann viel, viel leichter an - egal, was ansteht!
| Schau einmal im Spiegel auf dein eigenes Gesicht. Dahinter wohnst du. Dein Gesicht ist Spiegel deines Inneren. Verträgt dein Gesicht kein Lächeln mehr, dann ist dahinter etwas faul. Dein Herz ist krank. Ein kaltes Gesicht kommt aus einem kalten Herzen. Menschen mit sauren Gesichtern versauern das Leben. Mach' dein Herz gesund. Bring' aus deinem Herzen ein Lächeln hervor, auf der Straße, am Schalter, im Büro, bei der Arbeit, zu Hause, einfach weil du es schön findest, einfach so. |
| Phil Bosmans |



Kommentare
Thu, 03.05.2012 17:07
Liebe Ulrike! Endlich seit [...]
Wed, 02.05.2012 20:55
Danke lieber Wolfgang - es hat [...]
Mon, 30.04.2012 14:27
Ich denke heute ganz doll an [...]