Wednesday, February 28. 2007
Zeitung online ...
..., ja, dass ist einer der großen Vorteile des weltweiten Netzes! Und viele Tageszeitungen darf frau ja sogar für null Cent lesen. Und seit das so ist, schaue ich auch ab und an in die Bild-bestückte Tageszeitung. Und wie groß war heute meine Freude, dass sich nun auch diese hochlöbliche Redaktion mal Gedanken zur Familienpolitik gemacht hat!
Es sind sogar ganz vernünftige Forderungen dabei. Meine ich. Zumindest eine gefällt mir: das Familiensteuersplitting. Und damit die Reduzierung der Mehrwertsteuer auf 7 Prozent für alle Artikel, die mit Kindern zu tun haben. Allerdings hinkt da doch der Hinweis auf die ebenfalls mit dem reduzierten Steuersatz belegte Tiernahrung. Denn Griesbrei und Co. sollen auch bei gutverdienenden Alleinlebenden recht beliebt sein - aber ob sie auch Hundefutter mögen???
Aber, bitte, pro Kind eine Stimme mehr bei den Bundestagswahlen? Ja, was soll das denn? Erstens geht da doch wohl eh kaum noch jemand hin! Und zweitens: weiß die Frau Mama wirklich in jedem Fall, was für ihre 10 Kinder gut ist? Ich denke da mal ganz spontan an ein Kurzinterview, wo so eine Mama sagte, sie nehme alles mit und aus Dankbarkeit wähle sie eben dann auch die Partei ... dieses Interview wurde am Rande eines von der NPD finanzierten Kinderfestes geführt! Ergo: 10 Stimmen mehr ... Wollen wir das und ähnliches wirklich???
Es ist schwer! Aber zumindest sind Denkanstösse dabei. Jetzt muss nur noch da oben erkannt werden, wie überhaupt gedacht wird. Und dann könnten ja vielleicht tatsächlich mal vernünftige Vorschläge kommen ...
Übrigens, heute Abend geht es wieder ins Camp. Eigentlich eine Feindin solcher Doku-Soaps, aber hier gucke ich wirklich!
Sunday, February 25. 2007
Ab ins Camp ...
... werden wir nun unsere vermurksten Teenies schicken. In die Wüste zu Utah, mitten ins Mormomenland, in den hochgelobten USA. Dort werden Psychologen und Cowboys schon das hin biegen, was Eltern in 14, 15 oder 16 Jahren nicht gelungen ist: den jungen Menschen Regeln, Anstand und ein Miteinander beibringen!
Seit ich das heute früh als Wiederholung im Fernsehen sah, da begriff ich endlich die neue Familienpolitik. Kinder um jeden Preis für dieses Land, für sie drei Jahre auf Kosten der Allgemeinheit sorgen, dann kurze 13 Jahre oder so vollkommen alleine lassen und dann: ab in den Flieger. Auf wessen Kosten auch immer! Zurück bleiben Eltern, die absolut gar nicht begreifen, weshalb ihre Kinder so außer Kontrolle geraten sind und wieso sie kiffen, schlagen und mit Pistolen drohen. Von den Personen, die anläßlich diverser Körperverletzungen und sonstiger weniger gravierender Bosheiten vielleicht noch heute leiden, will ich hier gar nicht reden (tat der Fernsehbericht schließlich auch nicht ...).
Da war die Super-Nanny ja noch Gold. Die hat wenigstens auch den werten Eltern mal gesagt, dass Kindererziehung nicht nur aus Fernsehen und Computerspielen besteht. Und ganz sicher hätte sie meine Frage beantwortet, wer denn den täglichen Verbrauch von 17 Flaschen Bier u.ä. bezahlt ...
Etwas absolut Gutes hatte jedoch auch diese Sendung für so ein unverständiges Menschlein wie mich: für das unbeschreibliche Glück, ein verständiges und in sich gefestigtes Kind zu haben, kann ich gar nicht genug dankbar sein! Auch wenn der "Preis" war, selbst 15 Jahre lang zurück zu stecken und mein Leben auf das des Kindes und seine Entwicklung abzustimmen! Wie so viele andere Mütter und Väter es eben auch tun ...
Vielleicht sollten wir mal Kurse anbieten für andere Eltern, für die es dann heißen sollte: ab ins Camp ...
Saturday, February 24. 2007
Im Leben jeder Frau ...
... gibt es schwere Momente! Und diese haben auch oft die Tücke, dass sie Tage, Wochen und Monate dauern können. Grübelnde Gedanken zermartern das Hirn. Zweifelnd rennt frau durch die Gegend, bleibt sinnierend stehen - immer in dem sicheren Gefühl: die Entscheidung muß fallen. Und zwar bald!
Aber ein paar Tage sind noch Zeit ... Und so befreit eine warme Dusche für den Moment. Frau fühlt sich wieder einigermaßen und - als ob das Wasser das dringende Problem weg gespült hat - lebt diesen einen Tag auf. Bis zum nächsten Morgen.
Da steht sie vor dem Spiegel, beschließt dem ihr entgegenblickenden Etwas die Zähne zu putzen und auch ansonsten etwas Form zu geben, weil: irgendwoher kennt sie doch dieses Wesen. Und eine gute Tat sollte frau ja jeden Tag machen. Also: warum nicht am frühen Morgen??? Aber seltsam! Es gibt ihr nichts, denn schlagartig ist das Problem wieder da, verlangt vehement nach eben der fälligen Entscheidung. Aber beim Frühstück ... Da wird dann Tochter gefragt oder eben wer gerade das Pech hat, mit am Tisch zu sitzen. Soll ich, muß ich, darf ich ...? Und es kommt auch die erlösende Antwort: das musst du allein wissen ...
Wenn frau Glück hat, kommt noch hinterher: mir ist es egal, ich habe dich immer lieb ... Natürlich hört sich das toll an, hilft aber nicht wirklich weiter. Irgendwann kommt dann aber wirklich der Punkt, an dem frau sich sagt: und jetzt entscheide ich!!!
Ich habe es heute getan: der Friseur muß warten, die Haare werden wieder länger getragen. Wie lang, dass wird die Zeit zeigen. Die Zeit, die das alte Problem unweigerlich wieder auf das Tablett des Lebens bringen wird. Wenn frau sich mal wieder so gar nicht leiden kann!
Thursday, February 22. 2007
In Rage ...
... will ich natürlich keinen bringen. Und so war es natürlich von Helga ganz vernünftig, ihre Koffer in Ruhe auszupacken nach wunderschönen Tagen, die sie dank Karnevalsflucht verleben durfte. Ich bin froh, dass sie wohlbehalten wieder daheim angekommen ist!
Es ist eben der täglich Irrsinn, der mich stets und ständig auf die Palme bringt. Kleine Nachrichten, oft nur in Regionalnachrichten versteckt ... Recht fassungslos beobachte ich z. B. seit einiger Zeit den Streit zwischen Gemeinden, Landkreisen und der Bundesregierung über die Verteilung der Kosten zu dem G8-Gipfel in Heiligendamm. Vollkommen unverständlich für mich, dass die Wahnsinnskosten für Sicherheit u. ä. nicht komplett vom Bund gezahlt werden. Denn was kann das verträumte Ostseeörtchen dafür, dass sich die vermeintlich Großen dieser Welt ausgerechnet im puren Luxus aalen müssen??? Ganz sicher geht der kleinen Gemeinde bereits jetzt ein großer Kundenstamm gut betuchter Bürger ab - weil sie in dem schon herrschenden Chaos incl. abschottendem Zaun kaum die horrenden Preise in dem auserkorenen Hotel zahlen wollen und werden ... Nun kam heute im rbb die Meldung, dass wohl der Bund auch noch verlangt, dass die erwarteten 50.000 bis 250.000 Gegner des Gipfels und der Globalisierung angemessen untergebracht werden müssen ...
Bitte??? Da kann es doch für uns nur heißen: meiden wir mal lieber unsere schöne Ostseeküste in diesem Jahr vollständig ... Das ist für eine ausgesprochene Touristenregion tödlich!
Gibt es denn nicht irgendwo in der See eine kleine Hallig? Da hätte man für bestimmt weniger Geld einen Luxusschuppen hinstellen können und ein paar Boote hätten rundrum leichtes Überwachungsspiel! Und wir Normalbürger könnten die Schönheiten unseres Landes genießen, wann wir wollen, denn wir können ...
Ich mag übrigens Kühlungsborn, so gar nicht weit weg von Heiligendamm ... aber zumindest hoffe ich, dass sie den wunderbaren Greifswalder Bodden so lassen wie er ist!!!
Wednesday, February 21. 2007
Das Warten ...
... hat gestern wieder begonnen. Dieses Mal ist mein Teenie nur um 8 Röhrchen Blut leerer. Nun hoffen wir, dass die Borreliose vor den massiven Antibiotika kapituliert hat. Und dass sie es auch war, die die anderen fraglichen Blutwerte so mies beeinflußt hatte ... In rund 2 Wochen werden wir es wissen ...
Warten tue ich auch in anderer Richtung - auf den Kommentar aus dem US-amerikanischen Hauptlager zu den Truppenabzügen Großbritannies und Dänemarks. Wer verlässt da das sinkende Bush-Schiff und aus welchen Gründen? Mag es etwa eine Unlust sein, sich auch noch in den Konflikt mit dem Iran ziehen zu lassen? Unwahrscheinlicher dürfte es sein, dass die Herren Politiker vom Wasser der Erkenntnis getragen werden ...
Mit diesem Wasser ist es ohnehin so eine Sache für sich. Etliche haben davon gekostet und klar erkannt, dass es so nicht weiter gehen kann. Der kleine Normalbürger mit seinem kleinen Leben, der große Politiker mit seinem auch kleinen Leben und dem Land dazu. Nur - der kleine Normalbürger kämpft und versucht, mit seinem kleinen Leben an der Oberfläche zu bleiben. Tja, das versucht der große Politiker auch. Mit seinem kleinen Leben. Dass dabei das Land untergeht, scheint nebensächlich ...
Aber freuen wir uns doch. Bald werden alle Kleinstkinder kindergartentechnisch versorgt sein. Um dann in marode Schulen mit einem noch maroderern Bildungssystem einzutauchen. Manche werden sogar einen Abschluß machen, um dann ja keine Ausbildung anzutreten. Weil es in diesem unseren Lande zur Zeit wohl nur um Kleinkinder geht. Das macht mich wütend!



Kommentare
Thu, 03.05.2012 17:07
Liebe Ulrike! Endlich seit [...]
Wed, 02.05.2012 20:55
Danke lieber Wolfgang - es hat [...]
Mon, 30.04.2012 14:27
Ich denke heute ganz doll an [...]