Tuesday, January 30. 2007
Sinn ...
... hat unser Leben ganz sicher. Welchen, dass muß jeder für sich heraus finden. Und vielleicht ist es gerade der Lebenssinn, ihn zu finden? Ich weiß es nicht! Ich habe in etlichen Zitaten und schlauen Sprüchen lesen müssen, dass eben diese persönliche Sinnsuche das Sinnlose an sich sein ... So bleibt mir nur, zu vermuten, dass eben diese Sprücheklopfer keinen Sinn in ihrem Leben sehen und finden. Und das finde ich sehr, sehr traurig!
Gekommen bin ich auf die Gedanken durch die Nachricht, dass wieder ein Mensch an dieser vermeintlichen Sinnlosigkeit zerbrochen ist und sein Leben zurück gab. Es hat mich sehr betroffen gemacht! Ich kenne keine Hintergründe. Und doch kommt das Grübeln ... Ist es wirklich, wie so oft behauptet, unsere heutige Gesellschaft, die sensiblen Menschen jede Hoffnung nimmt? Oder sind wir heute ganz einfach so auf "leichtes" Leben programmiert, dass "man" sich einfach davon stiehlt, wenn es zu schwierig wird? Wenn das der Preis ist für die angebliche Spaßgesellschaft, dann ist er viel zu hoch!
Ganz sicher ist "Problembewältigung" nicht das, was in den Schatzkästchen des Lebens bei vielen Menschen liegt. Klappt etwas nicht, dann wird eben etwas anderes genommen. Sei es Arbeit oder Lebenspartner ... Provakant, nicht wahr? Aber langsam sehe ich es so! Weil ich vielleicht zu der Generation gehöre, deren Kindheit in der Nachkriegszeit lag und ich gesehen und erlebt habe, wie Menschen sich durch und auch hoch kämpfen. Und jedes Problem nur als neue Herausforderung angesehen haben. Und das prägt ...
Anders sind schon meine Schwestern - fast 17 Jahre jünger als ich und damit die Generation nach mir ... In ihrem Bekanntenkreis heißt es eher: Probleme werden umschifft, werden sich schon irgendwann von allein lösen. Und das mögen sie bitte ungestört im dunklen Keller tun - ohne den Alltag weiter zu stören. Und dann kommt die Generation meiner Tochter, die in ihrer Teenie-Unbeschwertheit dann schon mal über Bekannte ihrer Tante sagt: was sind die hohl ...
Nein, nicht hohl. Vielleicht eher ausgehöhlt durch zu fette Jahre, würde ich sagen. Die nicht sie, sondern ihre Eltern erlebten. Und es waren auch die Eltern, die die Spaßgesellschaft entdeckten. Und das eigentliche Leben zudeckten. Und irgendwie mit dem wirtschaftlichen Abschwung wird nun neu aufgedeckt. Immer mehr Menschen entdecken die Natur - und wenn es nur aus dem Grund geschieht, dass sie vermeintlich umsonst zu haben ist - der Wald zum Beispiel kostet keinen Eintritt. Aber aus welchem Anlass auch immer: ein höheres Rückbesinnen auf Natur und auf Menschlichkeit kann für uns alle nur Gewinn bedeuten. Und uns der Antwort nach dem Sinn des Lebens erheblich näher bringen ...
Monday, January 29. 2007
Kamelien ...
... sind besonders schöne Pflanzen. Und Mari hat ihnen eine wunderschöne Seite gewidmet! Weil sie sich das Prachtexemplar im Pillnitzer Schloßpark angeschaut hat.
Dieser wunderschöne Park bekommt eigentlich nur zur Kamelienblüte die ihm gebührende Aufmerksamkeit. Sicher ist es sogar besonders beeindruckend, wenn man gerade den Zeitpunkt erwischt, zu dem diese beeindruckende Pflanze ihr Glashaus verlässt ... aber ebenso wunderbar ist es, an einem ganz normalen Tag durch diesen Park zu laufen, uralte Bäume zu umfassen .... und aufzupassen, dass einem die Eichhörnchen nicht direkt vor oder - schlimmer - unter die Füße laufen. Wirklich, ich habe noch nie so viele und vor allen Dingen so zutrauliche Tierchen dieser Art gesehen. Vielleicht war aber auch das ein besonderer Glückstag!?
So, wie ich es immer als etwas ganz Besonderes empfinde, wenn ich auf einem Spaziergang nicht nur Natur erlebe, sondern eben auch Tiere beobachten kann. Und das Gefühl "danach" lässt sich schlecht beschreiben - aber es ist ein Gutes! Und es bleibt dann oft die Frage in mir, weshalb nicht mehr Menschen so empfinden. Und weshalb wir nicht mit den Tieren in Frieden leben können. Aber wir können es ja kaum mit den Menschen!
Bevor es hier noch tiefer geht - was ich in dieser Richtung so gar nicht wollte, überlege ich lieber, was ich an diesem regnerischen Tag so tun werde. Außer auf einen bestimmten Anruf zu warten, der Klarheit bringen wird, ob es am 15.2. oder 1.3. beruflich los geht. Ob selbstständig oder angestellt - mal schauen, wie sich die allseits so tolle Bundesagentur dazu stellt ... Aber zunächst muß ich mal in meinem Kopf klären, wie ich von der Kamelie auf die Agentur komme!!!
Sunday, January 28. 2007
schon vorbei???
War das wirklich schon der Winter? Es wird schon wieder spürbar wärmer - zumindest hier ... Und wenn ich gestern an so manche Begegnung denke, dann hatten wohl einige Menschen Probleme mit dem erneuten schnellen Wetterumschwung.
Ganz schlimm war der Arzt im Klinikum drauf. Wir störten wohl seinen Routinewochenenddienst. Und nochmehr störte ihn augenscheinlich, dass er nicht eingeweiht war, dass Anni am Wochenende auf seiner Station die Infusion bekommen sollte! So versuchte er, beim Urschleim "warum, wieso, weshalb" zu beginnen ... So richtig dankbar war er wirklich nicht für den Tipp, dass doch wohl die Krankengeschichte im PC-System dieser hochtechnisierten Klinik nicht verloren gehen könne ... Aber immerhin suchte er danach - und wurde fündig. Und die Eierei begann. Von wegen: diese Infusionen bedürften der stationären Aufnahme. Und das würde nun geschehen ...
Ein energisches Nein irritierte ihn wohl doch. Und noch mehr die Frage, ob es diese Komplikationen nun geben müsse, weil es doch ausgerechnet die 13. Infusion sei, die er machen solle ... Immerhin die 13. von insgesamt 14 Infusionen. Und 12 wären ja problemlos schon im Kind drin - ambulant ... Ausschlaggebend, dass dann doch auch die 13. ambulant gemacht werden konnte, schien mir doch die Tatsache, dass die Aufnahme auf die Station die Küche vor das Problem gestellt hätte, was sie am Wochenende meinem Kind geben ...
Ich hoffe nur, dass sein Kurzzeitgedächtnis intakt ist und so heute die letzte Infusion ohne Diskussion fließen kann. Fest steht, dass er mein Kind auf gar keinen Fall da behalten wird. Denn warten und hoffen, ob die Behandlung auch wirklich DEN Erfolg haben wird, dass können wir nur gemeinsam! Da sind Anni und ich uns sehr, sehr sicher ...
Thursday, January 25. 2007
Serienweise ...
können wir in unserem guten Fernsehen Schicksale sehen, die unsere Herzen rühren bis zum es-geht-nicht-mehr ... Bewegende Augenblicke mit anpackenden menschlichen Problemen, wie wir alle sie jeden Tag erleben können. Uneheliche Kinder tauchen aus dem Nichts auf, wird eine Figur mal nicht mehr gebraucht, fällt sie ins Koma und klappt das mit der Liebe nicht so aus dem Effeff, dann liegt das einfach daran, dass hier Bruder und Schwester sich auf dem falschen Gefühlsweg getroffen haben.
Der Graf mit der Hausdame, das Zimmermädchen mit dem Herrn Gast Millionär und irgendwo spielt natürlich auch der Gärtner noch seine Rolle. Ganz ehrlich, da bin ich von der Rolle ...
Ganz besonders liebe ich bei solchen Stippvisiten im Nachmittagsprogramm (= Bügelzeit) das realistische Geschehen in diesem 5-Sterne-Hotel. Wenn die Küchenfrau gerade etwas Dolles erfahren hat und es sich im Foyer gemütlich macht und um ihre Fassung ringt. Oder wenn die Angestellten durch den Haupteingang knutschend marschieren ... Und erst die exquisite Küche - eine Horde Köche quirlt in Töpfen und Schüsseln die absoluten Delikatessen zusammen, die dann im hochlöblichen Restaurant verspeist werden. Und von wem? Jawohl, von der Eignerfamilie und dem Zimmermädchen! Denn für Gäste, die zahlen, ist an den 5 Tischen kein Platz mehr ...
Ach, was bin ich froh, dass ich im Moment durch diverse Umstände ab und an an diesem so bewegenden Leben auf der Mattscheibe teil haben darf. Weil ich ja sonst gar nicht wüßte, wie es so richtig zugeht in der großen Welt! Und es ist doch so tröstlich, weil die zum Teil wirklich überraschenden Lösungen großer Konflikte nur zeigen, dass es für alles eine Lösung gibt. Dann ist eben die Schwester gar nicht mehr die Schwester, weil Vater oder Mutter oder beide noch ganz anders als vermutet fremd gingen in grauen Vorzeiten!
Und so weiter und so fort. Weil ein Ende schwachsinniger Geschichtchen nicht in Sicht ist. Und das ist wohl das, was diese Serien mit der Wirklichkeit vereint. Weil auch die Nachrichten zur Zeit mal wieder voller schwachsinniger Geschichtchen sind - nur können wir kindergartenreife Politiker und Wirtschaftsbosse nicht nach dem Bügeln abschalten. Leider!
Monday, January 22. 2007
Es zieht sich alles ...
... ob es denn doch an den Sternen liegt??? Heute soll einer der schlechtesten Tage des Jahres gewesen sein. Und ich bin eigentlich recht froh, dass er bald um ist. Dabei ist gar nichts weiter passiert. Es war einfach nur so ein Bähhh-Tag ... Morgens Kopfweh, dann ein Telefonat mit und um große Sorgen einer Bekannten. Das Mittagessen ging hinsichtlich der Beilage "Bohnen" gründlichst daneben. Weshalb die angebrannt sind, ist mir immer noch ein Rätsel ... Und dann eigentlich nichts mehr. Zumindest nichts, über das ich mich freuen, ärgern oder sonst was hätte können. So ganz nüchtern betrachtet, eigentlich ein sinnloser Tag!
Und exakt das ärgert mich. Weil ich es war, die diesen Tag so sinnlos habe verstreichen lassen. Es gäbe soviel zu tun. Aber irgendwie fehlte ein Antrieb. Nicht dass ich mir vorher darum Gedanken gemacht hätte - aber sonst "flutscht" es ja auch. Seltsam ... Und dabei immer irgendwie ein Bauchgefühl, dass etwas passieren wird. Nichts Schlimmes, aber etwas Wichtiges ... Vielleicht kann ich es mit lähmender Spannung beschreiben. Wobei ich natürlich weiß, dass nichts passiert, wenn ich nichts tue. Vielleicht bin ich einfach auch nur ausgelaugt durch die letzten Monate der Sorge um Anni? Ausgerechnet jetzt, wo es es aufwärts zu gehen scheint mit ihrer Gesundheit? Und mit ihrer Stimmung - sie hat Hoffnung, dass nach den Infusionen wieder ihr normales Leben beginnt. Und ich teile diese Hoffnung und wünsche mir nichts so sehr wie genau das! Und ich habe Angst, dass es nicht so sein wird. Dabei neige ich nicht zur Schwarzseherei. Aber vielleicht lähmt mich mal wieder die Ungewissheit. Ich weiß es nicht.
Und vielleicht habe ich all diese Gedanken auch nur, weil die Sterne recht haben und es heute einfach ein schlechter Tag war. Bald beginnt ein neuer Tag. Und er birgt das Geheimnis, was so alles geschehen wird und geschehen könnte. Ich werde versuchen, mehr aus ihm zu machen als aus seinem Vorgänger. Versprochen!



Kommentare
Thu, 03.05.2012 17:07
Liebe Ulrike! Endlich seit [...]
Wed, 02.05.2012 20:55
Danke lieber Wolfgang - es hat [...]
Mon, 30.04.2012 14:27
Ich denke heute ganz doll an [...]