Sunday, December 31. 2006
Gute Vorsätze zum Jahreswechsel ...
... sollten wir nicht fassen. Sondern vielleicht lieber kurz grübeln, alte gute Vorsätze hervor kramen und sie zunächst einmal umsetzen. Bevor wir neue, wahrscheinlich eher alte Ideen wieder an den heutigen Nachthimmel befördern!
Und ich will darum heute auch nichts weiter schreiben, nur erzählen will ich. Von einem Neujahrsfest im alten Persien:
Es war an der Zeit, das Neujahrsfest vorzubereiten. Der König wies seine Leute an: "Ich möchte, dass es ein wirklich königliches Fest wird. Die Gästeliste soll überquellen von illustren Persönlichkeiten. Die Tische sollen sich biegen unter Delikatessen und der Wein soll nur aus erlesenen Trauben und besten Jahrgängen bestehen."
Die Bediensteten schwärmten aus und brachten aus allen Landesteilen nur das Köstlichste. Der König aber war nicht zufriedenzustellen.
"Im letzten Jahr habe ich ein durch nichts zu überbietendes Fest gegeben. Aber die ganze Stadt sprach nur von dem Fest bei Ramun, dem Maler. Da wurde getrunken und gelacht die ganze Nacht bis zum Nachmittag des nächsten Tages. Im Jahr davor war es dasselbe. Ebenso im Jahr davor und davor. Einmal muß es mir doch gelingen, diesen Wurm zu übertrumpfen, denn ich, ich bin der König!"
Einer der Diener, ein kluger Mann, verneigte sich tief: "Mein König, habt ihr je mit dem Maler gesprochen? Es muß doch einen Grund geben, warum die Leute sein Fest so lieben - obwohl sie in schäbiger Hütte ihre mitgebrachten Happen essen und den billigsten Wein trinken müssen."
Der König nickte stumm und sagte: "Gut, schafft mir diesen Ramun heran." Und so geschah es. "Warum lieben die Menschen so dein Neujahrsfest?" fragte der König. Worauf der Maler erwiderte:
"Wir sind Freunde und brauchen einander - aber mehr brauchen wir nicht. Deshalb sind wir reich."
Allen ein gutes und harmonisches Jahr 2007 ... mögen sich Wünsche und Sehnsüchte erfüllen bis auf einen kleinen Rest. Er möge für die Hoffnung stehen bleiben!
... bald vorbei ...
... und Geschichte wird das Jahr 2006 sein. Erschreckende Meldung aus dem Irak, untermalt mit Bildern, die menschenverachtender kaum sein können. Und in den Stimmen der Völker nur eine, die es gut heißt, dass hier ein Mensch von Menschen getötet wurde. Wenn es denn ein Mensch war! Aber egal! Für mich hat kein Mensch das Recht, einem anderen Menschen das Leben zu nehmen. So verachtenswert die betreffende Kreatur Mensch auch gewesen ist! Und es ist nicht abzusehen, wieviele eigentlich Unbetroffene in der Folge noch ihr Leben verlieren werden ...
Und doch werden auch diese Tage und all die anderen Tage des Jahres 2006 bald zur guten alten Zeit gehören. Irgendwie erschreckend ... auch dass ich finde, dass es das erste Mal kein gutes Jahr war. Sicher hat jeder seine persönlich Fast-Ausgeglichenheit im persönlichen Bereich. Aber sonst? Die Natur ist vollends aus den Fugen geraten. Nach Schneefall und Eis hatten wir heute nahezu 10 Wärmegrade. Und jetzt tobt draußen ein Sturm ... und irgendwo auf dieser Welt toben mit Sicherheit Kämpfe. Der ewige Krisenherd Nahost, der neue Krieg in und um Somalia. Und all die anderen Kämpfe. Und überall nur Menschen, die eigentlich eins wollen: in Frieden leben!
"... und Frieden auf Erden ..." Wann? Eine Botschaft, in der Bibel manifestiert, bisher nie eingetroffen und auch jetzt absolut nicht in Sicht. Obwohl wir als normale Menschen es uns so wünschen. Fast möchte ich schreien: lasst doch endlich den Weltraum in Ruhe und kümmert euch endlich um unsere Erde, um unsere Welt - und lasst sie endlich zur Ruhe kommen! Lasst der Natur und ihren Kindern ihren Lauf ...
Ich wünsche es mir so sehr für uns alle!
Friday, December 29. 2006
Gut angekommen ...
... sind wir auch dieses Mal. Obwohl - so prickelnd war die Fahrt nicht. Bis nach Hessen hinein war es nur grau, diesig und duster. Dann kam noch weiß dazu! Und exakt an der Landesgrenze zu Sachsen spiegelte die Fahrbahn fein glatt - die letzten Kilometerchen also mit Tempo 40 in der Schlange. Und viel Verständnislosigkeit entwickelt, wenn dann insbesondere die LKW überholten. Irgendwo blieben sie liegen -laut Verkehrsfunkdurchsage. Aber da waren wir bereits von der Autobahn!
Und eigentlich wollte ich dann heute morgen direkt Bescheid geben. Weil ich weiß, dass sich liebe Menschen besonders angesichts des Wetters Gedanken machten. Nichts geht mit mails ... Irgendwie bin ich wohl in einen SPAM-Verteiler gekommen. 1.449 mails - 99 Prozent zum Löschen. Weil ich weder Verwendung für Viagra habe noch irgendeinem afrikanischen Burschen glaube, dass er mich braucht, um sein Schwarzgeld zu waschen ... Und stoppen kann ich die Flut auch nicht. Ich habe es probiert. Mit dem erfrischenden Ergebnis, dass nun alles nochmals kommt. Gut, ich brauche nachher nur den Junk-Ordner zu leeren, weil - durch geschaut habe ich ja schon einmal, ob nicht doch was Vernünftiges dabei ist. Aber die guten mails sind alle brav in den richtigen Ordner gewandert. Da brauche ich nur noch die doppelten zu löschen. Entspannung pur ... es darf gelacht werden!
Aber weil ärgern auch nichts bringt, sag ich einfach hier: ich bin gesund und munter. Und heute Abend werde ich wohl auch wieder die eine oder andere mail schreiben können!
Wednesday, December 27. 2006
Alles ist gut ...
... wenn es aus Schokolade ist !!!
Dieser Spruch gefiel mir heute sooo gut. Er hing im Sprechzimmer der Ärztin im Klinikum in Aachen. Ihr gelang es heute, mir wirklich das Gefühl zu geben: jetzt bist du richtig - hier wird Ursachenforschung im besten Sinne getrieben. Und was noch fast wichtiger ist: ich fühlte mich verstanden in meinen Ängsten um mein Kind! Bis hin zu dem so wahren Satz: ohne eine gesunde Seele kann der Körper nicht heilen ...
Ausgerechnet zu dem Fest, an dem doch eigentlich jeder in unseren Breitengraden Angst vor zuviel Essen und dem anschließenden Hüftgold hat, mußte ich fest stellen, dass meine Anni innerhalb von knapp 3 Wochen fast 6 Kilo abgenommen hat ... Auch das wurde ich heute los und es wird Beachtung finden. Irgendwie sagt mir meine Bauchstimme, dass wir jetzt an der richtigen "Stelle" gelandet sind! Und mit diesem Gefühl wird es sich gut starten lassen Richtung Sachsen!
Morgen, im Laufe des Vormittags geht es los ... und ich hoffe auf einen gnädigen Wettergott, der uns eine eis- und schneefreie Fahrt zugestehen möge! Irgendwie ist es mit dem Wetter ja weiterhin mehr als seltsam - wir sehen zum Wochenende warmen 10 Grad entgegen - und in Jerusalem schneit es. Vivi hatte mir heute ein Foto geschickt.
So werden wir erst im nächsten Jahr wieder in Eschweiler sein ... den Satz mußte ich schreiben. Weil sich das immer so pompös anhört! Im nächsten Jahr! Ja, dann werde ich auch hier mal aufräumen - andere Kategorien einrichten. Maris Andi hat da schon recht: ich finde in dem Monatsarchiv wirklich kaum was wieder ... Und Aufräumen werde ich auch in Hartmannsdorf. Oder besser: ich werde sichten, was nicht mehr gebraucht wird. Besonders die Bekleidung. Anni ist gewachsen. Und ich habe tatsächlich auch wieder ein paar Gramm verloren - da rutschen tatsächlich schon einige Sachen. Wobei sie herzlich gern noch mehr rutschen dürften ... Mal schauen!
Auf jeden Fall fahren wir mit dem guten Gefühl, dass die Regenbogenhautentzündung bei Anni am Abklingen ist und erst im Januar wieder nachgeschaut werden muß. Und dass wir nach dem Vorliegen der gesamten Laborwerte Mitte Januar einen großen Schritt vorwärts gehen können ... denn wie schon gesagt: alles wird gut, wenn es nur aus Schokolade ist. Und mein Kind hat schokoladenbraune Augen ...
Tuesday, December 26. 2006
fast vorbei ...
Nun zieht er wieder von dannen - heimwärts in sein Wolkenreich...
Und fast schon sibirische Kälte hat er uns hier gelassen. Zumindest fühle ich sie so! Aber ich will gar nicht klagen, denn Weihnachten bei sommerlichen Temperaturen ist ja wirklich nicht so das Wahre! Und ganz ist der Mann mit dem Rauschebart und dem roten Cola-Mäntelchen ja auch noch nicht verschwunden. Etwas sehen wir ihn ja noch. Und wenn es in Form des 2. Feiertages ist, der uns nochmals kuschlige Wärme und Ausschlafen bis zum Abwinken ermöglicht.
Gerade diese Tage sind es, die mir wieder gezeigt haben, dass ich auf Biegen und Brechen wirklich hier eine Wohnung brauche. Aber muß sie wirklich so in der Nähe sein? Sicher, es hat ganz sicher sein Gutes, dass wir nun wieder so nah bei der Familie sind. Aber ist es nicht zu viel Nähe? 650 Kilometer waren zu weit. Zumindest für einen kurzen Besuch mal so zwischendurch. Aber sie haben natürlich bewirkt, dass jahrelang keinerlei Rücksichten auf so manche Eigenart genommen werden mußte, die ich schon als Kind und Teenager haßte. Mehr als die Pest ...
Mein Nicht-Hausfrau-sein-wollen liegt mit Sicherheit an dem Staubsaugen, dass früher und heute mehrmals täglich schon fast zelebriert wird. Und Mein-Kochen-wollen liegt ganz bestimmt an der schon fast lieblosen Essenszubereitung meiner Mutter ... Motto: Nahrung braucht der Mensch ... Nun gut, ich habe hier den Kochpart übernommen. Und ich freue mich riesig, dass meine Schwester es genießt. Und der heutige Brunch hat mir richtig Freude bereitet. Denn mein Onkel - stark gebehindert - hatte die Mühe auf sich genommen, zu Besuch zu kommen. Und ich sah ihm an, wie er sich freute, in der Familie einige Stunden am Tisch zu sitzen und kleine Leckereien mit Unterhaltung gewürzt serviert zu bekommen. Da macht Kochen wirklich Freude! Aber es war und wird nie mein Lebensinhalt sein.
Und meine Anni ist sehr frei und zur Selbstständigkeit erzogen. Und wird nun an allen Ecken und Kanten gedeckelt. Pubertierende Mädchen brauchen ihren Freiraum noch mehr! Und wenn sie nun mal mit ihren Freunden aus Chemnitz und Umgebung telefoniert, dann ist das absolut in Ordnung!!! Für mich ... Und gerade in der besonderen Situation der ständigen gesundheitlichen Probleme ist es Musik in meinen Ohren, wenn sie mit ihnen lauthals lacht! Mehr, immer mehr, immer lauter - möchte ich da rufen!
Ab und an gibt es ja kleine Zufälle, die schon wie kleine Wunder erscheinen. Vielleicht geht es uns ja mit der Wohnung auch so? Bitte Erdgeschoß mit kleinem Garten, in den nicht 20 Mitbewohner einsehen können ... Zuviel verlangt? Ich werde weiter suchen! Aber erst im Januar. Denn die Chance besteht, dass wir doch Silvester nach Hartmannsdorf fahren werden. Mal hören, was morgen die Augenärztin meint und am Mittwoch die Rheumatologen. Es würde nicht nur Annis Seele gut tun. Auch meine schreit ... nach einigen ruhigen Stunden, nach Musik, die mir gefällt. Und einem guten Glas Rotwein, genossen mit einem Buch. Ach, es wäre so schön!!!




Kommentare
Thu, 03.05.2012 17:07
Liebe Ulrike! Endlich seit [...]
Wed, 02.05.2012 20:55
Danke lieber Wolfgang - es hat [...]
Mon, 30.04.2012 14:27
Ich denke heute ganz doll an [...]