Thursday, November 30. 2006
Wirkliche Freude ...
... kommt da auf! Denn nun ist es amtlich: wir dürfen bis 67 arbeiten. Endlich! Denn als Rentner fühlt man sich doch wahrscheinlich plötzlich alt und nicht mehr gebraucht. Und dieses miese Gefühl brauchen wir nun zum Glück erst 2 Jahre später empfinden. Und dürfen uns länger an den herzlichen Worten der Agentur für Arbeit erfreuen. Das ist doch wirklich was ganz anderes ...
Beamte und Politiker sind allerdings schneller verbraucht. Die müssen doch noch mit 65 gehen bzw. bekommen nach 18 Jahren das, wofür wir Normalsterbliche 45 Jahre brauchen. Aber auch hier ist für ausgleichende Gerechtigkeit gesorgt: Herr und Frau Politker bekommen dafür mehr ...
Und was die dann alles mit dem Geld machen können. Aber sie brauchen es ja auch dringend. Zwar sind Vorstände keine Politiker - nein, für den Hungerlohn würden die morgens gar nicht die Nadelstreifen glatt ziehen ... Aber auch sie brauchen dringend Tantiemen und Super-Gehälter. Denn wovon sollten diese armen Menschen ansonsten ihre weißen Westen kaufen??? Dann kämen wir womöglich noch dahin, dass ein Bank-Chef vorbestraft wäre - was ja in der Konsequenz bedeuten könnte, dass er seinen Job verlieren und sich in das Heer derer einreihen müßte, die er dank konsequenter und kundenunfreundlicher Sparmaßnahmen in die existenzvernichtende Arbeitslosigkeits-Wüste geschickt hat (natürlich sozialverträglich ...).
Es ist wohl die Zeit gekommen, wo Justicia ihre ohnehin vorhandene Augenbinde noch durch Heftpflaster hat verschließen lassen - natürlich das schmale ... wobei es Tesafilm auch täte. Oder sind die Euroscheinchen fest getackert??? Die, die nun vor ihren Augen bündelweise kleben ...
Wie scheinheilig das alles. Aber wehe, wir parken mal falsch oder begehen ein ähnlich schweres Verbrechen. Aber wir sind ja das Volk. Und jedes Volk hat die Größen, die es verdient. Hat mal ein schlauer Kopf so dahin gesagt. Ich glaube trotzdem nicht, dass wir das verdient haben ...
Wednesday, November 29. 2006
Eigentlich egal ...
... ist es mir, was Prominente so mit ihrem Privatleben machen. Aber seit etlichen Tagen muß ich doch fest stellen, dass es da eine Sache gibt, die mich unheimlich wurmt. Nämlich die, dass Schmusesänger Howie wohl umgezogen sein muß ... Und das finde ich sehr, sehr traurig !!! Denn eigentlich ist seine Alice doch ein recht attraktives weibliches Menschlein. Und sie war immer so still und bescheiden in der Zeit, in der er mit ihr Tür an Tür wohnte ... Nie trat sie in den Vordergrund. Ganz sicher hat sie immer ganz brav gewartet auf ihn und das Klappen seiner Tür.
Nun scheint er weg zu sein. Und Alice hat wohl Langeweile und huscht nun allabendlich via Fernseher in unsere Wohnzimmer. Mal ganz ehrlich, was ist nur aus dieser Frau geworden? Geht da tagsüber im verführerischen Kleidchen in die Wohnungen fremder Männer und guckt denen sprachlos beim Surfen zu. Und lässt sich bereit willig von Vater und Sohn und so weiter betatschen. Aber sie kann das ganze Geschehen wohl selber nicht begreifen - der Kummer über Howies Auszug hat sie wohl auch noch sprachlos gemacht. Das arme Ding!
Wenn sie dann so in die Kamera lächelt nach dem Motto "waaas, es gibt noch eine Zahl nach 3", da bekomme ich so richtig Mitleid. Und viel Verständnis für den Umzug. Ganz sicher war er es leid, jeden Abend seine Tür aufmachen zu müssen, die neben der Tür so einer kleinen Hohlbirne lag.
Und ganz im Ernst: bei mir kommt Alice ins Wohnzimmer. In echt nieeeee!!! Denn es könnte ja mal sein, dass hier mal ein männliches Wesen ist, dass dann tatschen will - bei ihr. Nein, das werde ich nicht zulassen! Obwohl - die bisher mit Alice gezeigten herr-lichen Wesen sind auch nicht so mein Geschmack ...
Sunday, November 26. 2006
Kleine Freuden ...
Vor einiger Zeit hatte ich hier mal von Domenik berichtet - seine Homepage ist nach wie vor hinter seinem Bild hier rechts verlinkt. Zwar ist es uns bisher nicht gelungen, nennenswerte Schritte bzgl. der Delfin-Therapie zu machen. Aber dank des Vereins "Wünsch dir was" durfte Domenik einen Tag im Duisburger Zoo zu den Delfinen. Seine Mama hat es in seinem Tagebuch "Was gibt es Neues" etwas geschildert. Und ich habe Fotos gesehen ... sie sind Ansporn, weiter zu machen!
Mich freut auch das Wetter ... zwar betrachte ich es doch mit Sorge - denn wir haben fast Dezember und sollten nun doch mal überlegen, ob wir nicht den Weihnachtsmann gegen den Weihnachtshasen austauschen und uns daran gewöhnen sollten, dass Mutter Natur uns unser Klima vollkommen umstülpt. Wie es auch sei - wir müssen es hinnehmen und so einfach versuchen, auch hier noch etwas Positives zu finden. Also zum Beispiel einfach den sonnigen Sonntag zu einem Spaziergang nutzen. Und uns daran erfreuen, dass wir noch so gut in Halbschuhen laufen können und nicht schon in die beengenden Stiefel schlüpfen müssen.
Und eine kleine Gerbera hat mich diese Woche besonders erfreut. Ich schenkte sie meiner Anni Anfang der Woche - und die Blume war am Abend welk. Ärgerlich! Und aus irgendeinem Grund habe ich es zwei ganze Tage nicht geschafft, die Blume zu entsorgen. So stand sie traurig und eben welk auf der Fensterbank (weil mein Kind ja so etwas sieht, aber Probleme hat, den Mülleimer zu finden ...). Und als es mir wieder einfiel, ja, da traute ich meinen Augen nicht: die Blüte hatte sich wieder voll aufgerichtet und die Gerbera steht fast wie frisch auch heute noch auf der Fensterbank ... Ja, sie hat nun natürlich frisches Wasser bekommen. Und irgendwie hat die kleine Blume sowohl Anni als auch mir etwas gesagt: schau, ich habe mich wieder aufgerichtet - ihr auch? Wir sind dabei, kleine Blume! Ich verspreche es ...
Friday, November 24. 2006
irreal ?
Oder: www - kalt und herzlos ???
Ganz klare Antwort: Nein ... oder? Auf jeden Fall nicht kälter, herzloser und anonymer als die reale Welt, in die ich nun wieder eingetaucht bin. Kein Nachbar hat gefragt, wie es mir geht, aber hier ... Und dafür nochmals danke. Und am Wochenende werden auch wirklich alle Kommentare und mails beantwortet. Fest versprochen!
Und es ist in den letzten Tagen soviel geschehen. Das unfassbare Massaker eines fast noch Jugendlichen. Ich frage mich angesichts der reißerischen Berichterstattung: warum ist das vorher nicht seinem persönlichen Umfeld aufgefallen, nicht seinen Eltern. Er lebte doch noch bei ihnen ...
Der Justizskandal um den Vergewaltiger von Dresden, der nicht nur die Justiz narrte bis zur absoluten Peinlichkeit. Die Medien gaben ihm auch noch breiten Raum, so dass auch er sein Geltungsbedürfnis voll ausleben durfte auf dem Dach des Gefängnisses, wohl versorgt mit warmen Getränken und wärmender Decke ...
Die Trennung irgendeines Prinzen von irgendeiner Witwe wird vermarktet bis zum es-geht-nicht-mehr und uns frei Haus geliefert ebenso wie die Ermordung eines russischen Regimekritikers, gefolgt von einem strahlenden russischen Präsidenten ...
All das und noch so viel mehr sind für mich so irreal, so dass ich mich oft frage, warum sich nicht die normalen Menschen - so wie Du und ich - in dieser Welt durchsetzen können. Menschlichkeit auf allen Kanälen - ob auf dem realen Lebenskanal oder dem www-Kanal ... Es würde uns sicher allen viel besser gehen! Und das nicht nur zur Weihnachtszeit, in der für Kinder und andere Menschen wieder gesammelt wird was die Medien nur zusammen kratzen können. Besonders der Spendenmarathon eines großen privaten TV-Senders für die Kinder dieser Welt hat in mir die Frage aufkommen lassen: warum kein Spendenmarathon für unseren maroden Staat? Zur Schuldentilgung. Damit es einen Neuanfang geben kann ohne die ins Unermeßliche gestiegenen Altlasten. Mit tragbaren Steuern. Dann hätten wir zufriedenere Menschen in unserem Land. Und könnten diese Zufriedenheit hinaus tragen in die Welt und vielleicht sogar andere Menschen damit anstecken ... weil zufriedene Menschen keine Massaker und Verbrechen begehen und sich auch nicht in der Öffentlichkeit bis zur Peinlichkeit darstellen.
Ein irrealer Weihnachtswunsch. Ich weiß. Aber wünschen darf ich doch ...
Thursday, November 23. 2006
Nicht ganz im schwarzen Loch ...
... aber fast. Irgendwann reagiert auch der stärkste Wille. Und oft ist es nur eine Kleinigkeit, die dann die Tür ins Bodenlose öffnet. Und dann dauert es - bis eine Leiter gefunden wird. Und dann dauert es noch länger, weil frau ja nicht so recht weiß, wo sie die Leiter nun anlehnen soll, weil einfach der Lichtstrahl da oben fehlt ...
Ganz besonders schlimm empfinde ich es, wenn Hoffnungen stets und ständig zerstört werden. Und wenn ich es so recht betrachte, dann haben die letzten eineinhalb Jahre eigentlich nichts anderes gebracht als zerstörte Hoffnungen. Zwei Arbeitszusagen wurden nicht eingehalten - und dann immer wieder die Gesundheit meiner Tochter. Diagnose, Behandlung, Verschlimmerung, neue Diagnosen, neue Krankheiten, neue Behandlungen und so fort ... Zwischendurch immer wieder Hoffnungsaufflackern in verschiedensten Richtungen. So zum Beispiel das Schreiben eben wie die "Briefe an Felicitas". Es gefällt wohl nur einem kleinen Kreis. Nun gut ...
Bei mir führen diese Situationen zum Schweigen - mit wenigen Ausnahmen. Und da hat dann auch noch PC hier gesponnen. Es scheinen Mails nicht angekommen zu sein ... Auch nicht weiter schlimm, ich werde neue schreiben, sobald ich kann. Nein, nicht die aus dem schwarzen Loch, sondern die von schon fast vom Rand. Denn meine Anni ist seit dieser Woche wieder in der Lage, in die Schule zu gehen. Dieses Mal waren es die Antibiotika, die sie nicht verträgt und auf die sie sehr stark reagierte und wieder das Bett hüten mußte. Und im Zimmer, in dem meine Mausemaus krank liegt, sitze ich nicht am PC. Nein, da sitze ich doch eher am Bettrand und bin einfach nur Mutter und lasse die Welt eben Welt sein.
Und es gibt mal wieder beruflich einen kleinen Hoffnungsschimmer. Ganz sicher ist die Idee mit der Selbstständigkeit nicht vom Tisch. Aber es muß Geld ins Haus. Der Umzug muß bezahlt werden - wann immer auch endgültig stattfinden kann. Zwei Wohnungen in Aussicht - sie werden frei, aber wann, dass steht noch nicht fest. Und ich will endlich wieder auf die Füße kommen. Alles bezahlen und dann 10 Eurönchen mehr am Monatsende als ich brauche ... das wäre der große Durchbruch. Und er wird kommen, wann, das steht noch nicht fest. Und Anni wird wieder ganz gesund - aber auch das wird dauern.
Es ist wie immer, nur das Vertrauen hilft. Das Vertrauen, dass das Lebensrad sich stets und ständig weiter dreht. Und darum es kein ewiges Unten gibt ... der Lichtstrahl ist mal wieder da!



Kommentare
Thu, 03.05.2012 17:07
Liebe Ulrike! Endlich seit [...]
Wed, 02.05.2012 20:55
Danke lieber Wolfgang - es hat [...]
Mon, 30.04.2012 14:27
Ich denke heute ganz doll an [...]