Wednesday, August 30. 2006
Vorbei, ...
... aber ganz sicher nicht schnell vergessen: eine Woche auf Bornholm. Dieser wunderbaren dänischen Insel, auf der ab und an die Zeit stehen zu bleiben scheint. Die von sich aus eine Ruhe ausstrahlt, die unwillkürlich übernommen werden muß, die selbst Ruhe gibt und die Seele nicht nur baumeln lässt, sondern ihr Spaziergänge erlaubt ...
Wir hatten ein fantastisches Ferienhaus. Wir - meine Freundin und meine Anni und ich. Und wir 3 harmonierten in zwar erhoffter Weise - aber dass es sooo stimmen würde, hätte ich mir nicht träumen lassen! Jeder bekam "Seins". Meine beiden Langschläferinnen taten mir zwar morgens leid. Aber ganz ehrlich: ich genoß die stillen Stunden auf der großen Terrasse, direkt am Waldrand, nur 200 m von der Ostsee entfernt. Traumhaft, dort zu sitzen und zu schauen: Rehe ohne Scheu, Spechte fleißig am Klopfen in freier Sichtweite, rasende Eichhörnchen - und Tiger allgegenwärtig! Tiger hatte und hat sicherlich noch sein Heim direkt unter dem Holzboden der Terrasse gewählt und kam so gegen 9 Uhr zum Frühstück - auch ohne Scheu und ganz selbstverständlich. Und bereitete unendliche Freude, wie er so sein Frühstück mümmelte ... Seinen Namen bekam er von mir ob seiner seltsamen Fellfarbe.
Die malerischen Städtchen wurden ausgiebig durchlaufen. Und ab und an gewann auch unbeschwerte Albernheit die absolute Oberhand - Lachtränen waren die schöne Folge ...
Nun hat uns also der Alltag wieder. Nicht so ganz, denn Annis Geburtstag haben wir bereits mit einem Tag im Leipziger Zoo gebührend gefeiert ... Und der Sonntag schwebt vor uns her - der Tag, an dem es nach Eschweiler geht. In eine Zukunft, auf die ich neugierig bin. Sein kann, weil die Bornholmer Tage unendliche Ruhe und Klarheit gebracht haben!
Friday, August 18. 2006
Klickverbot ...
... eine Woche lang ! Nein, kein Verbot, aber es liegt etwas an, dass mich eine Woche vom PC fern halten wird. Und ich freue mich darauf ...
Drum einfach mal ganz liebe Grüße hier von mir für Euch. Ich werde meinen Gedanken nicht hier nachhängen, woanders aber bestimmt. Und deshalb sind diese Grüße sehr fröhlich - ich hoffe, sie stecken an!
Ulrike
Thursday, August 17. 2006
In eine Zwickmühle ...
... bringen mich nun doch ernsthaft die Worte unseres werten Finanzministers. Ich sitze hier und grübele ... Weil doch im nächsten Monat alles anders wird und ich tatsächlich durch Arbeit Geld verdienen werde. Nur - was mache ich dann mit dem Geld???
Irgendwie hatte ich gedacht, dass ich es für notwendige Anschaffungen ausgebe. Und so als brave Bürgerin die gerade in Schwung kommende Konjunktur in unserem Lande unterstützen werde. Ich kam mir bei dem Gedanken wirklich gut vor! Ich würde also nicht nur horrende Steuern bezahlen und mindestens ebenso horrende Krankenkassenbeiträge u.a.m. - nein, ich wollte den ganzen Rest brav in die Geschäfte tragen!
Nun lese ich aber, dass brave Bürger gefälligst jeden Cent, der irgendwie nach Steuern, Beiträgen und trocken Brot übrig bleibt, gefälligst in die eigene Alters- und Gesundheitsvorsorge zu stecken haben. Und dieser Vorsorge auch den Urlaub opfern sollen.
Und nun? Wo bleibt denn die Konjunktur? Und was mache ich in meinem dann auch kommenden Urlaub. Ich meine, ich verlebe ihn wohl ohnehin auf Balkonien. Also heißt es dann wohl für mich, dass ich das Wohnzimmer nicht verlassen soll? Ach, nein besser: ich werde im Bett bleiben! Denn das ist ja dann auch noch Unfallvorsorge pur, weil ich keine Treppe steigen muß, von der ich ja fallen könnte und so weiter und so fort!
Und wenn ich dann so in meinem Bett liege, werde ich mal über die Frage nachdenken, was in so einem Politikerkopf vor sich geht ... Ich bin sicher, dass der Denkansatz irgendwie damit anfangen wird, dass da wohl irgendetwas nicht ganz rund laufen kann ...
Tuesday, August 15. 2006
Kommentare ...
... lösche ich nicht. Jedenfalls bisher nicht ... denn wenn ich mir erlaube, hier etwas zu schreiben und die Kommentarfunktion zulasse, dann muß ich damit leben, dass mir auch mal Jemand seine mir nicht dazu passende Meinung sagt. Meine ich!
Und sehr oft regen mich die Kommentare an, weiter über ein Thema nachzudenken oder es sogar gänzlich zu überdenken. Und dafür bin ich dankbar! Und werde es sein, solange ich hier schreibe. Alles andere wäre für mich eine Ignoranz meiner Mitmenschen und damit eine deutliche Absage an ein Leben miteinander. Dann wäre es sicher besser, ich würde nicht demnächst in die Aachener Ecke ziehen. Sondern sollte mir ein Baumhaus im nächsten Wald bauen und ein Eremiten-Dasein leben ...
Nicht ganz so ernst gemeint. Aber es ist ein Kommentar verschwunden, den ich leider nie lesen konnte. Und ich wurde gefragt, warum ich ihn gelöscht habe ... Und auch das war schon wieder ein kleiner Anlass, ein paar Gedanken zu haben über Kommentare an sich und ob ich jemals welche löschen würde. Ich habe sie zu Ende gedacht und komme zu einem klaren JA ! Und das wird auch jeder verstehen: denn beleidigen oder beschimpfen lasse ich weder mich noch Kommentarschreiber/innen. Und in diesem unwahrscheinlichen Fall würde ich sofort auf die Löschtaste drücken! Und an dieser Stelle darüber informieren ...
Natürlich spielte in meinen Gedanken auch meine Kritikfähigkeit eine große Rolle. Und ich bin sicher, dass ich sehr gut - und manches Mal sogar gern - Kritik höre. Letztlich überlege ich dann, ob ich sie annehme ... still. Oder eine Diskussion beginne. Letztendlich kommt es ja auch auf die Kritiker an !
Aber gerade durch die Geschehnisse der letzten Wochen weiß ich, wie hilfreich oft Kommentare sind. Weil ich doch schon Gesichtspunkte gezeigt bekam, die ich nicht genügend oder sogar gar nicht bedacht hatte. Und das ist ungemein bereichernd !
Wieder ein Grund dankbar zu sein ! Also: lieben Dank für Eure Kommentare ! Und einen schönen Tag ...
Sunday, August 13. 2006
Familienheimkehr ... ???
- In einer friedlichen Familie kommt das Glück von selber. -
- Wenn die Familie beisammen ist, ist die Seele auf ihrem Platz. -
Ein chinesisches und ein russisches Sprichwort. Sagen sie nicht das, was wir uns wünschen? Und schließen sie das aus, was die Mexikaner sagen:
- Die Familie und die Sonne: je weiter weg, desto besser. - ?
Ich weiß es nicht ! Ich habe nun 15 Jahre lang in einer Entfernung von rund 600 Kilometern getrennt von meiner Familie gelebt. Und mit meiner Tochter meine eigene klitzekleine Familie gelebt. Nun sind wir auf dem Weg zurück ... Wirklich ?
Ich weiß es nicht ! Ich weiß noch nicht einmal, ob ich es möchte - ein Teil meiner Ursprungsfamilie werden, so wie es momentan meine Mutter sich vorstellt. Nein, ich möchte es nicht ! Ich kann es mir noch nicht mal vorstellen ! Besser: ich kann es mir vorstellen und wende mich ab in dem Bewußtsein, dass es nicht sein kann. Weil ich eben nicht 12 und ein Keks bin und selber entscheiden will, wann ich eine Strickjacke anziehe. Und auch selber weiß, wann ich Hunger habe ...
Seltsam, dass Mütter direkt versuchen, ihre Kinder wieder "einzufangen". Ich kenne dieses Phänomen nicht nur von meiner Mutter. So wird für sie trotz unseres Umzuges in ihre Nähe wohl ein weiterer Abnabelungsprozess statt finden müssen, den ich ihr natürlich versuchen werde, leicht zu machen. Wir werden uns öfter sehen. Das ist gut ! Aber wir werden uns nicht täglich sehen ... und das ist auch gut !
Und trotzdem bin ich unschlüssig, ob ich einfach so sagen kann: ich bin kein Familienmensch ... Die Familie als Hort der Geborgenheit ? Ich habe ihn 15 Jahre nicht gehabt, auch bei Sorgen und Nöten allein gewesen. Und dann geht das einfach nicht ... und dann will ich auch nicht. Nur weil auf einmal die räumliche Entfernung wieder stimmt ... Alles seltsam - aber nicht schwer. Nur logisch !



Kommentare
Thu, 03.05.2012 17:07
Liebe Ulrike! Endlich seit [...]
Wed, 02.05.2012 20:55
Danke lieber Wolfgang - es hat [...]
Mon, 30.04.2012 14:27
Ich denke heute ganz doll an [...]