Friday, August 20. 2010
zurück ...
... vom allwissenden PC-doc ist das gute Stück. Mal gucken, ob nun wirklich alles wieder so geschieht wie ich es will und der Herr Puter nicht weiter macht, was er will. Es ist schon ein Graus mit mir. Aber irgendwie ist so ein PC verwandt mit Autos - da will ich auch nur den Schlüssel reinstecken, drehen und los hat es zu gehen. Ganz schön einfach mache ich es mir da? Nein! Nur nicht jeder kann von jedem und allem die Ahnung haben. Und muss es auch nicht. Weil es ja immer irgendwo jemanden gibt, der eben die Ahnung hat.
So sind mir die Menschen sehr suspekt, die immer alles können. Und die auf alles eine Antwort haben. Ganz schlimm wird es, wenn sie dann nach einer vermeintlichen Glanzleistung in die Runde schauen, beifallheischend. Brrrrrr! Wobei es natürlich sehr erheiternd wirkt, wenn ihre Glanzleistung in diesem Moment hinter ihnen zusammenfällt. Das hat echten Unterhaltungswert für mich. Mein Vater war so ein Mensch. Er konnte wirklich viel. Aber er zeigte es auch mit großem Getöse, forderte die uneingeschränkte Bewunderung ein. Und stieß bei der Parade mit stolzgeschwellter Brust und Siegergrinsen sich garantiert irgendwo den Kopf oder rannte eine Bodenvase um - und kehrte so sehr schnell immer wieder auf den Boden des wahren Lebens zurück.
Mein PC-doc ist sehr nett. Der hat doch tatsächlich, als mein Herr Puter wieder lebte, gesagt: WIR haben es geschafft. WIR !!! Ich habe nichts getan außer teilweise daneben gesessen und ihn dann mit Kaffee versorgt. Nicht den Herrn Puter, sondern dessen doc! Aber wir haben uns gut unterhalten, ich habe viel lernen dürfen. Mal schauen, wie es in der praktischen Anwendung aussehen wird.
Gelernt habe ich gestern auch, wieso eine Eisdiele Eisdiele heißt. Seit ca. 1910 ziehen Italiener vornehmlich aus den Dolomiten in den Sommermonaten durch Europa und verkaufen ihr nach Familienrezepten hergestelltes Eis. Zunächst zogen sie mit Handkarren durch die Straßen. Später, als ihre Frauen sie begleiteten und die Kinder in der Obhut der Großeltern daheim blieben, mieteten sie für den Sommer Erdgeschosswohnungen und verkauften ihr Eis aus dem Küchenfenster heraus. Damit die Kundschaft dies auch bequem erreichen konnte, nagelten sie aus Dielen ein Podest zusammen und auch Kinder konnten so das Fenster erreichen - das waren die Eisdielen ...
Nun habt Ihr auch was gelernt und ich kann gleich kochen gehen. Was ich gut kann - und dafür zumindest nicht jeden Tag Beifall erwarte ...
Wednesday, August 11. 2010
Zunächst ...
... kann ich auf Einträge momentan leider nicht antworten: Fatal error: Call to undefined method Net_DNSBL::getTxt() in /kunden/childrentooth.de/carpe-diem/
plugins/serendipity_event_spamblock_rbl/
serendipity_event_spamblock_rbl.php on line 87Was immer das auch bedeuten mag - Lemmie hatte es vor kurzem auch bei ihren Versuchen, hier zu kommentieren. So bleibt mir nichts anderes übrig als mal wieder ganz lieb rüber zu Mari zu schielen und ein ganz dolles Bitte zu sagen ...
Dann kann ich mich heute nicht entscheiden - der Tanz des Holocaust-Überlebenden mit seinen Enkelkindern vor diversen Gedenkstätten oder der Berliner Brötchenkrieg?
Beides beschäftigt mich. Weil es für mich beides Auswüchse sind, die so nicht sein sollten. Einmal lehne ich eigentlich den Begriff Holocaust wie so viele bei uns eingeschleppte Worte ab. Und hier besonders, weil wir ein absolut treffendes Wort dafür haben, was damals geschehen konnte: Völkermord ... Nun mag es den alten Herrn vielleicht sogar tatsächlich befreit haben, vor den ehemaligen Konzentrationslagern zu tanzen, zusammen mit seinen Nachkommen. Es sei ihm von ganzem Herzen gegönnt, sich damit sagen zu dürfen: aber die Hoffnung hat gesiegt - ich lebe!
Aber was ist mit denen, die noch heute die brutalsten Erlebnisse nicht verarbeiten konnten. Nicht den Verlust geliebter Menschen? Wird hier nicht auf den Gefühlen anderer Menschen herum getanzt? Aus purem Egoismus - vermutlich der Tochter des alten Herrn, die das ja wohl sogar noch als künstlerisches Werk sieht. Das Schänden von Gräbern steht bei uns unter Strafe ... habe wir größere Gräber als die ehemaligen Konzentrationslager?
Auf jeden Fall bin ich mir nicht sicher, wie ich es finde - die Skala geht von geschmacklos über pietätslos hin zu 'abartig'!
Sicher bin ich beim oppositionellen Brötchenkrieg. Seit Jahren liefert da ein Bäcker aus Hannover Backwaren nach Berlin. Nicht täglich und zu offiziellen Anlässen. Weil das jetzt so fein passt und der neue Bundespräsident aus Hannover kommt, haben sich - angeblich - grüne Hinterbänkler nicht informiert und behauptet: der Bundespräsident besteht auf seinen heimischen Frühstücksbrötchen. Ach herrje! Nun hatte unser ungeschätztes Dummfernschen natürlich nichts eiligeres zu tun als dazu vorbei eilende Berliner zu fragen. Die Brötchenwelle schlägt hoch! Sommerloch? Wenn die Damen und Herren Volksvertreter, gleich welcher Farbe, soviel Zeit haben, sich mit so viel Unsinn zu beschäftigen, so mögen sie doch ihre Zeit nutzen und Lösungen suchen für genügend bekannte Fragen! Und nicht ständig unsinnige Fragen aufwerfen, die gar keiner Lösung bedürfen ...
Sunday, August 8. 2010
Hochwasser ...
... in Sachsen. Wird schon nicht so schlimm sein. Dann heute das Foto im kostenlosen Sonntagsblättchen: ein Radfahrer, bis zum Po im Wasser. Hinter ihm ein Wegweiser: Wasserschloss Klaffenbach ... Da ist es ganz nahe, das Hochwasser. 5 oder 6 Kilometer entfernt haben wir lange, schöne Jahre gewohnt. Und haben oft das Wasserschloss besucht. Zu wunderbaren Märkten, zum Drachensteigenlassen im Schlosspark und auf den umliegenden Feldern und zum leckeren Essen. Erinnerungen und das Gefühl: hoffentlich ist nicht zuviel von dieser Idylle zerstört ...
Beim Lesen des Artikels wird mir kalt. Im kleinen Neukirchen sind die 3 Menschen ertrunken. In dem Örtchen, durch das wir immer nach Klaffenbach fahren mussten. Und das in einer Senke liegt. Noch kälter wird es, als ich lesen muss: Schaulustige behindern die Arbeit von Feuerwehr und Co. Besonders auf Brücken beobachten sie das Steigen der Fluten ...
Da sind sie voll da, die Erinnerungen an die Jahrhundert-Flut. An meine Heimfahrt von einem beruflichen Termin, immer an der Chemnitz lang. Die Augen mehr rechts schauend als auf die Strasse, fassungslos eigentlich und nicht glaubend, dass ich beim Anschwellen des Flusses zuschauen konnte. Die kurzentschlossene 'Fahrplanänderung' und das Kind aus der Schule geholt. Und wieder das fassungslose Schauen auf die vielen Menschen auf den Brücken, die dem Steigen der Chemnitz zusahen ...
Was ist das bloss, was manche Leute hin zu Katastrophen zieht? Dass sie alles vergessen und sich selbst in Gefahr bringen? Nur um zu gucken, um später zu sagen: ich habe es selbst gesehen? Kein vernünftiger Mensch kommt doch auf die Idee, sich an den Rand des brennenden Waldes zu stellen! Oder doch? Schließlich gibt es ja sogar Verrückte, die mit dem Flugzeug das Auge des Hurrikans sehen wollen!
Ich weiß nur, dass ich sehr dankbar bin, von Katastrophen solcher Art bisher nur am Rande gestreift worden zu sein. Und hoffe, dass es so bleibt!
Wednesday, August 4. 2010
Über Überheblichkeit und Dummheit ...
... einer Assistenzärztin des Klinikums in Aachen habe ich vor einigen Tagen gemosert. Weil die junge Dame doch etwas arg zu viel wußte und ein bestimmtes Asthmaspray absetzte, dass noch 2 Monate zuvor ihr Chef als immens wichtig bezeichnet hatte. Mein Bauchgefühl war mit der Absetzungsentscheidung nicht einverstanden und bekam leider bereits einen Tag später "recht". Unser Hausarzt war entsetzt und meinte, dass es ihm nun reichen würde mit diesen verd..mten Klinikumsgöttern, die ihm keine Berichte schicken und jagte uns in die Nachbarstadt zu einem Lungenfacharzt. Ergebnis: eben jenes bestimmte Spray unbedingt - aber jetzt erstmal doppelte Dosis ...
Ich habe 2 Tage gebraucht, um das zu verdauen! Und denke mit Schaudern an die, die brav auf die sie jeweils behandelnden Ärzte hören und nichts hinterfragen. Und ich habe gemerkt, dass ich da wohl tatsächlich immer noch traumatisiert bin aus den Jahren der laufenden Fehldiagnosen bei Anni. Das hätte ich vorher sehr stark abgestritten!
Aber bitte, wie soll man das eigentlich als normaler Mensch handhaben? Grundsätzlich von 2 Ärzten sich Diagnosen stellen lassen? Das kann ja wohl nicht Sinn und Zweck von Arztbesuchen sein, dass man alles in Frage stellen muss. An die zusätzlichen Kosten für die Krankenkassen denke ich dabei absolut nicht (weil ich ja ohnehin meine, dass der wesentliche Kostenfaktor hier die unwahrscheinlich vielen Krankenkassen mit ihren Verwaltungsapparaten selbst sind). Aber zum Beispiel an meine Zeit, die ich dann zusätzlich in ärztlichen Wartezimmern verbringen müsste. Sooo interessant sind dort die ausliegenden Zeitungen ganz sicher nicht, dass ich mich da freiwillig öfter als unbedingt notwendig aufhalten möchte. Ein Buch mitzunehmen, lohnt nicht wirklich. Da stören mich die oftmals ziemlich laut ausgetauschten Krankheitsgeschichten anderer Patienten.
Ich habe mal einfach das Wort Assistenzarzt mit dem Wort Vorstandsassistent verglichen und mir vorgestellt, das so ein Vorstandsassistent z. B. einer Bank im Urlaub des Vorstandes neue Richtlinien erlassen würde. Wäre nicht möglich, weil nur ein Vorstand einen anderen Vorstand vertreten darf und der jeweilige Assistent genau das tut, was seine Berufsbezeichnung aussagt: er assisiert dem Chef ... Demzufolge dürfte auch ein Oberarzt nur durch einen Oberarzt oder meinetwegen einen Stationsarzt vertreten werden. Aber vermutlich gelten auf diesem Gebiet andere Regeln. Wie so oft, wenn es um Menschenleben geht!
Sunday, August 1. 2010
Bier ...
... werden wir uns wohl bald nicht mehr leisten können. 20 Euro die Kiste mit 20 Flaschen - das geistert als Horrormeldung durch die Zeitungen. So spontan fiel mir nur ein, dass wir wohl bald auf Champagner umsteigen müssen, denn der wird ja wohl immer billiger. Aber so richtig sagt mir eh beides nicht zu und ich dürfte wahrscheinlich größere Nachdenkfalten bekommen, wenn es den trockenen Rotwein beträfe. Aber dann fielen mir die armen Bayern ein. Der schlaue Volksmund behauptet doch, dass Bier in Bayern zu den Grundnahrungsmitteln zählt! Ist das dann überhaupt erlaubt, so etwas lebenswichtiges wie Bier in ungeahnte und für viele unerschwingliche Preishöhen zu treiben?
Letztens war dieses junge Kerlchen länger in irgendeinem Magazin zu sehen. Ihr wisst, der, der das Rauchverbot per sogenanntem Volksentscheid durchgesetzt hat. Bis hin zu Morddrohungen gehen die Schmähbriefe wohl, die er erhält. Und im inet sollen sich auch Anti-Kerlchen-Truppen gefunden haben; deren Zielsetzung kenne ich allerdings nicht und ich verspüre auch keine Lust, darum mich bei diesen zwitschernden oder gesichtsneutralen Diensten anzumelden. Da ist mir meine vermeintliche Datensicherheit lieber.
Aber rein theoretisch könnte ich mir vorstellen, dass bei argen Bierpreiserhöhungen im Alpenfreistaat das Kerlchen einen Club gründen könnte mit den Brauereibesitzern. Dann bekämen sie vielleicht Mengenrabatt bei den Sicherheitsdiensten.
Dabei darf allerdings nicht vergessen werden, dass es bei Bier für einige keine Schmerzgrenzen zu geben scheint, wenn ich mal an Oktoberfest-Bierpreise denke. Für einen Humpen Bier an die 20 Deutsche Mark (jawoll, ich rechne innerlich immer noch so!) auf den Tisch des Hauses zu legen und dann den noch gut halbvollen Krug zurückgehen lassen ... da gehört auch schon einiges zu. Kein Mensch bestellt sich ein leckeres 1000-Gramm-T-bone-steak allein wegen des Geschmackes und lässt es nach 10 Happen zurückgehen (oder für den Hund einpacken) ...
Es ist aber mit den Preisen immer so. Und mit dem Geld auch. Jeder versucht, so weit und so hoch wie möglich zu gehen. Kaum geht es der Wirtschaft etwas besser, werden die Rufe nach Lohnerhöhungen sehr laut. Wie wäre es da mal, wenn auch an die Leute gedacht werden würde, die in Zeitarbeit oder zu Niedrigstlöhnen schuften müssen oder an die, die gar nicht arbeiten dürfen? Sie wieder in feste und menschenwürdig bezahlte Arbeitsverhältnisse zu bringen, dass sollte das Ziel der werten Gewerkschaftler sein ... aber dazu fehlt weiterhin bei uns das Wir-Gefühl. Also trinken wir lieber erstmal ein Bier drauf, solange wir es uns noch leisten können.


Comments
Wed, 18.08.2010 22:21
also ich bin ja direkter [...]
Thu, 12.08.2010 07:11
sehr eigenartig ... - ich [...]
Thu, 12.08.2010 07:09
na sehen wir mal ... wenn es [...]